https://www.faz.net/-gqe-91ccq

Kommentar : Manchmal braucht es Vorfahrt für Autos

  • -Aktualisiert am

Manch einer freut sich diebisch auf Fahrverbote für Dieselautos. Doch nicht jeder mag auf den Komfort von Autos verzichten. Deshalb sollten Kommunen besser an Ampelphasen tüfteln, statt absichtlich für Staus zu sorgen.

          1 Min.

          Noch gibt es kein Fahrverbot für Dieselautos in deutschen Innenstädten. Doch mancher freut sich schon diebisch darauf und würde wohl am liebsten das Auto gleich ganz aus dem Stadtbild verbannen. Auf absehbare Zeit gelingt Mobilität jedoch nur mit dem Fortbewegungsmittel, das 18 Jahre alten Erwachsenen auf dem Land immer noch Freiheit verspricht.

          Klar, in den Großstädten, in denen sich mehr Einwohner tummeln, braucht es den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. Auch eigene Strecken für Radfahrer können das Gedränge auf den Straßen entzerren. Allerdings dauert der Bau neuer Bahnstationen oder von Radwegen lange und kostet viel. Aber nicht jeder will den geschätzten Komfort im eigenen Auto gegen die Fahrt mit Bahn oder Rad tauschen.

          Mehr als 45 Millionen Personenkraftwagen sind in Deutschland zugelassen. Seit Jahren wächst der Bestand. Manche Kommune sollte besser an grünen Ampelphasen tüfteln statt mit „Pförtnerampeln“ für Staus zu sorgen. Wer den innerstädtischen Verkehrsfluss voranbringen will, um Stickoxidwerte zu senken, muss manchmal Autos Vorfahrt gewähren. Auch Städte können darüber entscheiden, ob der Verkehr fließt oder stillsteht.

          Jan Hauser

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Folgen:

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Dies ist eine Hacker-Tastatur: Ein chinesischer Hacker unter dem Pseudonym „Prince“ ließ die Nachrichtenagentur AFP seine Finger fotografieren.

          Cyberabwehr : Die „gefährlichste Schadsoftware der Welt“ geht weiter um

          Jeden Tag entstehen rund 350.000 neue Schadprogramme: Die IT-Sicherheitslage in Deutschland ist „angespannt“, warnt Deutschlands technische Cyber-Abwehrbehörde. Noch immer dominiert eine Gefahr, die man eigentlich schon seit Jahren kennt.

          Was passiert in Italien? : Wenig Kraft für Gegenwehr

          In Italien wird das Heulen der Sirenen wieder zum ständigen Hintergrundgeräusch. Auch die Warn-App schlägt immer häufiger Alarm. Aber die Angst vor Armut ist inzwischen stärker als jene, zu erkranken.
          Feierstimmung beim zweitägigen Rye-Festival in Peking

          Keine zweite Welle in China : Es darf wieder gefeiert werden

          In China ist die zweite Welle der Pandemie ausgeblieben. Die Clubs sind voll. Und es sieht danach aus, als wenn das auch so bleiben würde. Vielen Chinesen gibt das neues Selbstbewusstsein.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.