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Kommentar : Ein Hoch auf den Diesel

  • -Aktualisiert am

Bis zum Beweis des Gegenteils ist es recht daran zu glauben, dass es den sauberen Diesel gibt. Bild: dpa

Der Dieselmotor ist eine geniale Konstruktion. Er ist viel effizienter als ein Benziner, wenn es um Kohlendioxid geht. Eine Gegenrede gegen die nun ausgebrochene Großkritik.

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          Wer sich in diesen Tagen für den Dieselmotor stark macht, hat Mut oder ist töricht. Geh weg, du Stinker, verschwinde mit der Dreckschleuder. Doch das hat die geniale Konstruktion von Rudolf Diesel nicht verdient.

          Deshalb wird es Zeit, für seine selbstzündende Kraftmaschine ein oder zwei Lanzen zu brechen. Die erste: Wenn die Diesel die europäischen Abgasnormen einhalten, sind sie so sauber wie Benziner. Das wird auf dem Prüfstand gemessen, und wer glaubt, auf der Straße müssten die gleichen Werte herauskommen, ist naiv.

          Falls aber, ohne dabei zu türken, die Norm für Dieselmotoren nicht zu schaffen sein sollte, wären sämtliche großen Hersteller Lügner - eine entsetzliche Vorstellung. Die Annahme, nur die Ingenieure von Volkswagen wären zu dumm, trägt auch nicht weit. Bis zum Beweis des Gegenteils ist es deshalb recht, daran zu glauben, dass es die sauberen Diesel wirklich gibt.

          Zum Zweiten: Alle reden von Stickoxiden. Das ist ein Schadstoff, der aus dem Auspuff kommt, und zugegeben, der Diesel hat ein Problem damit. Aber es ist nur einer von vielen, bei anderen liegt der Diesel besser.

          Hinsichtlich des Kohlendioxids wiederum hat der Diesel bei weitem die Nase vorn, weil er viel effizienter arbeitet. Das ist zwar nicht giftig. Aber wer dran glaubt, dass es das Klima schädigt, muss das berücksichtigen. Wer mag das alles gegeneinander aufrechnen?

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          Lukas Weber

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

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