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Verkehr-Kommentar : Gefährliches Klima

Elektromobilität könnte ein Anreiz für Autofahrer sein: Eine Frau lädt ein Elektroauto an einer Ladesäule. Bild: dpa

Die Koalition plant ein Klimaschutzgesetz, das endlich klare Regelungen schaffen soll, wo vorher vage Versprechungen waren – für den Autofahrer verheißt die Zukunft des Verkehrs nichts Gutes.

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          Der deutsche Autofahrer konnte die Rettung des Weltklimas lange als Angelegenheit der Verhandlungsdelegationen auf UN-Klimakonferenzen in Kyoto, Paris oder Kattowitz abtun. Doch seit in einer Reihe von Innenstädten Diesel-Fahrverbote drohen, dämmert vielen, dass da ein umfassender Angriff auf ihren Geldbeutel und ihre Freiheit ansteht. Stickoxid, Feinstaub und vor allem Kohlendioxid: Von den Gipfeln brachten Klimaschützer Grenzwerte und andere Vorgaben mit, die den deutschen Autofahrer-Alltag bald trüben werden.

          Den schmerzhaften Erkenntnisprozess beschleunigt ein Arbeitspapier, das jetzt aus der Regierungskommission „Nationale Plattform zur Zukunft der Mobilität“ lanciert worden ist. Die Fachleute aus Industrie, Gewerkschaften, Umweltverbänden, Gemeinden, Autobranche und Bahn sollen sich ausdenken, was der Verkehr zum Erreichen der internationalen Klimaschutzziele beitragen kann – so wie die Kohlekommission für den Energiesektor. Während die Emissionen von Industrie und Energiewirtschaft seit 1990 deutlich sanken, sind sie im Verkehr weiter gestiegen. Auf das Konto des Verkehrs in Deutschland gingen 2017 gut 170 Millionen Tonnen Kohlendioxid. Die Bundesregierung hat sich im Klimaschutzplan 2050 vorgenommen, den CO2-Ausstoß bis 2030 um 40 Prozent (im Vergleich zum Referenzjahr 1990) zu vermindern. Autos, Lastwagen und Flugzeuge sollen dann nur noch 95 Millionen Tonnen Kohlendioxid ausstoßen. Ohne drastische Einschnitte ist das nicht zu schaffen.

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