https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/auto-verkehr/klimaschutz-auf-see-wind-und-bratfett-sollen-frachter-antreiben-18416474.html

Klimaschutz auf See : Wind und Bratfett sollen Frachter antreiben

Mit Flüssiggas betriebener Erzfrachter in Singapur Bild: Christoph Hein

Containerschiffe, Erzfrachter und Kreuzfahrtschiffe emittieren viel Kohlendioxid. Deshalb sucht die Seeschifffahrt nach einem Ersatz für den Dieselantrieb. Die Zeit drängt.

          4 Min.

          Wasser, Wellen und der endlose Horizont: Der Seefahrt hängt der Ruf von Freiheit, Abenteuer und Mut an. Davon braucht die Branche vor allem Mut dringend. Immer größere Containerschiffe, Erzfrachter und Kreuzfahrtschiffe stehen für rund 3 Prozent der Treibhausgasemissionen auf der Welt. Rund um die Erde arbeiten Reeder, Charterer, Logistiker und Wissenschaftler unter Druck daran, die Luftverschmutzung zu verringern. Aber gerade hat die Internationale Energieagentur (IEA) der Branche die Leviten gelesen: Sie sei „nicht auf dem Weg“, den versprochenen Netto-Null-Ausstoß bis 2050 zu erreichen. „Größere Anstrengungen“ seien nötig. Immer noch verbrennen einhunderttausend Schiffe mehr als 300 Millionen Tonnen Öl im Jahr.

          Christoph Hein
          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          Seinen Auftritt, so schnell es geht, so grün wie möglich zu gestalten, dazu ist auch BHP gezwungen, der größte Bodenschatzkonzern der Welt. In Singapur treibt BHP-Manager Rashpal Bhatti die Umstrukturierung der Flotte der riesigen Erzfrachter voran. Im Februar stellten die Australier die gut 200.000 Bruttoregistertonnen schwere Mount Tormaline vor. Der 299 Meter lange Frachter lieferte zur Jungfernfahrt Erz vom australischen Port Hedland nach Japan und wird als erster Erzfrachter mit Flüssiggas (LNG) angetrieben. Dieser verringere klimaschädliche Emissionen um 34 Prozent, sagt Bhatti: „Darauf sind wir sehr stolz.“

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Emmanuel Macron spricht 2020 per Videokonferenz mit Wladimir Putin (links). Zwei Jahre später sagt Putin dem Franzosen, er müsse sich fügen, ob es ihm gefalle oder nicht.

          Russlands Präsident : Wie Putin ausländischen Politikern droht

          Er wollte den georgischen Präsidenten „an den Eiern aufhängen“ und eine „Rakete“ auf die Downing Street abfeuern. Der diplomatische Ton von Wladimir Putin ist rau.
          Dem Sieg ordnet er alles übrige unter: Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Besuch auf dem Weltraumbahnhof Wostotschnyj in Ostsibirien im April 2022.

          Putins Demontage des Staates : Mobilmachung als Regierungsmethode

          Putins Perestroika: Russlands Herrscher hat den russischen Staat planmäßig auf seine autokratische Urgestalt zurückgebaut. Er verschiebt Grenzen und bedroht jeden, der mit ihm nicht einverstanden ist. Ein Gastbeitrag.
          Roter Renner: Das Modell eines Mercedes 300 SEL steht auf einer Carrera-Bahn. Das Original stammt aus dem Jahr 1971.

          60 Jahre Rennbahnen : Carrera eröffnet Rennen ohne Überholspur

          Die Rennbahnen gelten als schnellstes Spielzeug. Carrera wird 60 Jahre alt und hat Beschleunigungs- und Brems-Manöver hinter sich. Warum bringt der Chef eine einspurige Bahn auf den Markt?