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Prototyp von Daimler : Der Lastwagen von morgen ist kaum zu hören

  • -Aktualisiert am

Der Prototyp des Wasserstoff-LKWs wird auf einer Pressekonferenz vorgestellt. Bild: dpa

Auch der Güterverkehr muss seine Emissionen reduzieren: Daimler setzt auf den wasserstoffbasierten Antrieb für Lastwagen. Die Konkurrenz sieht darin einen gravierenden Nachteil.

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          Der Lastwagen der Zukunft kommt leiser daher als seine Diesel-Pendants aus der Gegenwart. So richtig zu hören ist das elektrisch angetriebene Nutzfahrzeug erst, als es auf der Teststrecke im Entwicklungs- und Versuchszentrum von Daimler in Wörth die Menschen neben dem Rundkurs passiert. Dabei überlagern die Reifengeräusche des rund 40 Tonnen schweren Gespanns beinahe das elektrische Sirren der Zugmaschine. Auch in der Fahrerkabine ist es während der Fahrt ungewöhnlich still und wackelfrei. Selbst wenn der Lastwagen eine Steigung von 18 Prozent erklimmt, bewegt er sich äußerst ruhig und geschmeidig, fast wie ein Zug auf Schienen.

          Martin Gropp
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Seit Ende April testet die Daimler Truck AG in ihrem Versuchszentrum im Werk Wörth in Rheinland-Pfalz den „GenH2“ genannten elektrischen Lastwagen. Dabei steht ein Teil des Namens für die Quelle, aus der sich die elektrische Energie für die Zugmaschine speist. H2 ist die chemische Formel für Wasserstoff. Das Element reagiert in einem Brennstoffzellensystem mit dem Sauerstoff aus der Umgebungsluft. Dabei entsteht Wasser, das im Falle des GenH2 aus einem Rohr oberhalb der Fahrerkabine kaum sichtbar verdampft. Vor allem liefert die Brennstoffzelle aber Strom, der zwei Elektromotoren mit zusammen gut 600 PS antreibt. Eine zusätzliche Batterie übernimmt in besonderen Situationen, etwa wenn der Lastwagen anfährt oder rangiert. Sie wird ebenfalls von der Brennstoffzelle gespeist oder speichert Energie, die entsteht, wenn der Lastwagen bergab rollt oder bremst.

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