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Keine Entschädigung : Volkswagen und EU einigen sich im Abgasstreit

  • Aktualisiert am

Keine Entschädigung für VW-Kunden in Europa. Bild: dpa

VW-Kunden in Europa bekommen im Abgasstreit zwar keine Entschädigung, aber eine Art Extra-Garantie – so jedenfalls stellt es die EU dar. VW selbst will allerdings das Wort „Garantie“ lieber nicht in den Mund nehmen.

          Im Dieselskandal können Volkswagen-Kunden in Europa nicht mit einer Entschädigung durch den Autokonzern rechnen. Die Brüsseler Behörde habe sich mit VW auf eine „De-Facto-Extragarantie“ von zwei Jahren auf Bauteile geeinigt, die von der Reparatur betroffen seien, sagte ein Sprecher der EU-Kommission und bestätigte einen entsprechenden Bericht der Zeitung „Die Welt“. VW-Konzernchef Matthias Müller habe EU-Justizkommissarin Vera Jourova Anfang dieser Woche über die Maßnahme informiert. Der Autobauer habe das seinen Händlern schon mitgeteilt.

          Volkswagen sprach in einer Stellungnahme hingegen nicht von einer rechtlich verbindlichen Garantie, sondern von einer „vertrauensbildenden Maßnahme“. Diese sei ein Zeichen, dass mit den Aktualisierungen an den betroffenen Fahrzeugen keine negativen Auswirkungen auf die Haltbarkeit des Autos verbunden seien.

          Die EU-Kommission hatte bisher darauf bestanden, dass VW-Kunden in Europa ebenso entschädigt werden wie amerikanische Verbraucher. Ziel der Behörde war es, eine Art Extrazahlung oder eine freiwillige Entschädigung zu erreichen. Dazu hatte es mehrere Treffen zwischen EU-Kommissaren und Müller gegeben.

          In Europa sind 8,5 Millionen Fahrzeuge betroffen

          Bei einem Schadensersatz vergleichbar mit den zehn Milliarden Dollar, die Volkswagen in den Vereinigten Staaten allein für die betroffenen Diesel-Autos mit Zwei-Liter-Motoren zahlen muss, wäre nach Meinung von Experten die Existenz des Unternehmens in Gefahr. Denn während in den Vereinigten Staaten rund 500.000 Fahrzeuge betroffen waren, sind es in Europa 8,5 Millionen.

          Zur nun getroffenen Vereinbarung zitierte die „Welt“ Jourova mit den Worten: „Natürlich ist das noch immer nicht vergleichbar mit der Situation in den USA.“ Trotzdem sei man einem fairen Umgang mit den EU-Konsumenten näher als im September, als der Dialog mit VW aufgenommen worden sei.

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