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Kraftfahrtbundesamt ordnet an : Porsche muss 60.000 Autos zurückrufen

  • Aktualisiert am

Im Porsche Macan sollen die Prüfer illegale Abschalteinrichtungen gefunden haben. Bild: dpa

Das Kraftfahrt-Bundesamt zwingt den Autohersteller, 60.000 Fahrzeuge auf der ganzen Welt in die Werkstätten zu rufen. Porsche sagt, man habe die Behörden über „Unregelmäßigkeiten“ informiert.

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          Porsche muss auf Anordnung des Kraftfahrt-Bundesamtes weltweit rund 60.000 Diesel wegen unzureichender Abgasreinigung zurückrufen. Es handele sich um knapp 53.000 Fahrzeuge des SUV-Modells Macan 3,0 TDI und knapp 6800 des Modells Cayenne 4,2 TDI, teilte das Amt mit. In Deutschland müssten gut 15.000 Macan und 4000 Cayenne in die Werkstätten gerufen werden. Grund dafür sind illegale Abschalt-Einrichtungen, welche die Abgasreinigung zwar auf dem Prüfstand funktionieren lassen, auf der Straße aber nicht. „Aufgrund der eingebauten Abschalteinrichtungen kann es im Betrieb der Fahrzeuge zu erhöhten NOx-Emissionen kommen“, teilte das Bundesamt (KBA) mit – die Abkürzung steht für Stickoxide.

          Weil Deutschland nach Meinung der EU-Kommission zu zögerlich gegen Stickoxid-Emissionen vorgeht, hatte die Brüsseler Behörde am Donnerstag angekündigt, die Bundesregierung zu verklagen. Einem Bericht des „Spiegel“ zufolge fanden die Prüfer beim Macan gleich fünf der illegalen Einrichtungen gefunden. Porsche erklärte demnach, bereits im Februar die Behörden über „Unregelmäßigkeiten“ informiert zu haben.

          Reuters hatte Ende Januar von Insidern erfahren, dass Porsche mit dem KBA über einen abermaligen Rückruf von Macan-Modellen mit Sechs-Zylinder-Motor verhandelt. 2016 hatte Porsche den Macan schon für eine „freiwillige Serviceaktion“ in die Werkstätten gerufen. Auch damals ging es um eine umstrittene Abgasfunktion, die mit einem Software-Update entfernt werden sollte.

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