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Rekordgewinn : Probleme des Automarkts? Nicht bei Toyota

Damit es blitzt und blinkt: Ein Toyota-Mitarbeiter poliert einen Corolla in einem Showroom in Tokio. Bild: EPA

Der japanische Autohersteller ist fast erschrocken über seine gute Marge. Er kann sich vor allem auf die ostasiatischen Märkte stützen. In China startet Toyota nun ein besonderes Projekt.

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          Der globale Markt für Autos entwickelt sich zäh. Doch der größte japanische Autobauer Toyota Motor spürt davon nichts: Dank solider Verkäufe in den Vereinigten Staaten und in China steigert der japanische Autohersteller im zweiten Quartal Umsatz und Gewinn.

          Patrick Welter
          Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

          Für den Zeitraum von Juli bis September meldete Toyota am Donnerstag einen Überschuss von 592 Milliarden Yen (4,9 Milliarden Euro) oder 1,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Umsatz stieg um 4,5 Prozent auf 7,6 Billionen Yen. Im Quartalsvergleich steigerte Toyota den operativen Gewinn um 14,4 Prozent auf 662,4 Milliarden Yen gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Aktienkurs von Toyota stieg nach Vorlage des Quartalsergebnisses an der Börse in Tokio um 1,14 Prozent auf 7736 Yen.

          Mit dem guten Resultat schließt Toyota an frühere Rekordergebnisse an. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres lag der Überschuss mit 1,275 Billionen Yen höher als das bisherige Rekordergebnis vor vier Jahren.

          China und Japan fördern Ergebnis

          Die gute Entwicklung gründet unter anderen in mehr Verkäufen im Heimatmarkt Japan. In Nordamerika stieg die operative Gewinnmarge von 2,5 auf 4 Prozent. Dahinter stünden bessere Verkäufe und geringere finanzielle Kaufanreize, hieß es, weil amerikanische Käufer großes Interesse an neu eingeführten Modellen zeigten.

          Auch in China legte Toyota trotz der wirtschaftlichen Abschwächung im Verkauf zu. Das Unternehmen sieht sich dort noch in einer Aufholphase, nachdem andere ausländische Autobauer schneller den dortigen Markt bearbeitet hatten. Toyota kündigte am Donnerstag zugleich an, dass es mit den chinesischen Batterie- und Elektroautohersteller BYD ein Gemeinschaftsunternehmen gründen werde, um kooperativ Elektroautos inklusive der Autoplattformen zu entwickeln.

          In den ersten sechs Monaten verkaufte Toyota auf der ganzen Welt 5,45 Millionen Fahrzeuge, 161.000 mehr als im Jahr zuvor. Für das gesamte Geschäftsjahr setzte das Unternehmen dennoch die Verkaufsprognose um 30.000 auf 10,7 Millionen Stück herunter. Zur Begründung verwies der Chef des Rechnungswesens, Kenta Kon, unter anderem auf schwächere Märkte in Indien, Indonesien und Thailand.

          Die wirtschaftliche Lage Toyotas war zuletzt unter anderen durch einen sich aufwertenden Yen bestimmt. Wie immer hielt das Unternehmen mit Kostensenkungen dagegen. Diese Methode der Ergebnisverbesserung werde schwieriger, erklärte Kon und verwies auf höhere Ausgaben für umweltfreundlichere oder vernetzte Autos.

          Marge steigt

          Zugleich zeigte der Manager sich vor Journalisten aber fast erschrocken darüber, dass das Unternehmen die operative Gewinnmarge in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres von 8,6 auf 9,2 Prozent gesteigert habe. Das sei ein wenig auf der hohen Seite, sagte Kon. Toyota ziehe es vor, wenn die Gewinnmarge Schritt für Schritt gleichmäßig steige. Das gute Ergebnis gründet zu einem guten Teil auch darin, dass Toyota seine Abschreibungsmethoden geändert hat. Das hat das Ergebnis in den ersten sechs Monaten um 54 Milliarden Yen angehoben.

          Toyota kündigte zudem an, im Wert von bis zu 200 Milliarden Yen (knapp 1,7 Milliarden Euro) Akten zurückkaufen zu wollen. Das ist etwas weniger als in den beiden Vorjahren, zeigt aber das Bemühen des Unternehmens um das Wohlwollen seiner Aktionäre. In den vergangenen beiden Jahren hatte Toyota erst einen Aktienrückkauf von 250 Milliarden Yen und dennnoch einmal von 300 Milliarden Yen angekündigt.

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