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Japans Hochgeschwindigkeitszug : Dem schnellsten Zug der Welt droht Verspätung

Langwierige Suche nach Lösung: Shin Kaneko (Mitte), Chef von JR Central, bangt um den Zeitplan für eine Hochgeschwindigkeits-Magnetbahn. Bild: dpa

In Japan soll mit einer Hochgeschwindigkeits-Magnetbahn der schnellste Zug der Welt entstehen. Doch die Sorge um Grundwasser könnte das 75 Milliarden Euro teure Prestigeprojekt bremsen.

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          Dem schnellsten Zug der Welt, der vom Jahr 2027 an in Japan die Großstädte Tokio und Nagoya verbinden soll, droht schon vor der ersten Fahrt eine Verspätung. Der Grund ist ein 9 Kilometer langes Trassenstück in der Mitte der Strecke. Die geplante Strecke kreuzt dort tief unter den südlichen Alpen Japans die Präfektur Shizuoka. Der Gouverneur von Shizuoka aber verweigert den Beginn von Bauarbeiten, weil er um das Grundwasser fürchtet.

          Patrick Welter

          Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

          Ohne einen baldigen Baubeginn in der Region werde es schwierig, die Strecke wie geplant in Betrieb zu nehmen, sagte der Präsident des Zugbetreibers JR Central, Shin Kaneko, nach einem Gespräch mit dem Gouverneur. Allein der Tunnelbau soll fünf Jahre dauern. Der Gouverneur aber ließ sich durch die werbenden Worte des Eisenbahnpräsidenten nicht beeinflussen. „Es kann nicht genehmigt werden“, sagte Heita Kawakatsu.

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