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Abgasskandal : Ein VW-Techniker hat schon 2011 gewarnt

  • -Aktualisiert am

Der Auspuff eines VW Passat Bild: dpa

Im VW-Konzern gab es schon vor vier Jahren eine Warnung vor illegalen Praktiken mit Abgaswerten. Nach F.A.S.-Informationen ist das eines der ersten Prüfergebnisse der internen Revision. Doch die sollen den Skandal nicht allein aufklären.

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          Ein VW-Techniker hat schon im Jahr 2011 vor illegalen Praktiken im Zusammenhang mit Abgaswerten gewarnt. Dies ist nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung aus Aufsichtsratskreisen einem ersten Prüfbericht der internen Revision des Konzerns zu entnehmen. Den Kontrolleuren waren diese Ergebnisse demnach am Freitag in ihrer Sitzung vorgelegt worden, ohne dass geklärt wurde, warum die Warnung seinerzeit ohne Folgen blieb und wer alles davon erfahren hat.

          Rainer Hank
          Freier Autor in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Der VW-Aufsichtsrat engagiert externe Ermittler, weil die interne Prüfung keine rückhaltlose Aufklärung garantiere. Damit wird die amerikanische Kanzlei Jones & Day beauftragt. Der Konzern wollte dies auf Anfrage der F.A.S. nicht offiziell bestätigen, da es noch keine Verträge gebe.

          VW folgt damit dem Beispiel von Siemens, wo zur Aufarbeitung des Korruptionsskandals seinerzeit auch eine amerikanische Kanzlei engagiert wurde. Sollten die externen Ermittler Belege für ein Fehlverhalten aktueller oder ehemaliger Vorstände finden, müsste der Konzern von denen Schadensersatz einfordern. Zu diesem Schritt sei der Aufsichtsrat gegebenenfalls fest entschlossen, meldet die F.A.S.

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          Am Donnerstag kam es in der Aufsichtssitzung der Porsche SE in Wolfsburg nach F.A.S.-Informationen zum ersten Aufeinandertreffen von Martin Winterkorn und Ferdinand Piëch, seit Piëch im Krach alle Ämter bei VW niedergelegt hat. Die Zukunft von Winterkorn als Vorstandsvorsitzender der Porsche-Holding sei in dieser Sitzung nicht erörtert worden, berichtet die Sonntagszeitung.

          Es sei nach Ansicht mehrerer Beteiligter allerdings undenkbar, dass er diesen Posten länger bekleide und als VW-Großaktionär die Aufarbeitung des Skandals begleite, für den er mit dem Rücktritt als VW-Chef die Verantwortung übernommen hat.   

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