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50-Meter-Zone bleibt : Hilfsstützen für die Salzbachtalbrücke

Gestützt: die marode Salzbachtalbrücke auf der A66 nahe Wiesbaden. Rechts im Bild steht der zu bergende Lastwagen. Bild: Autobahn GmbH / Maurice Kaluscha

Die wackligen Pfeiler auf der A66 werden gestützt: Nach Betonarbeiten zur Notstabilisierung soll die marode Salzbachtalbrücke nicht ins Rutschen kommen können. Zudem gibt es eine Idee, wie mit dem Lastwagen auf dem Bauwerk verfahren wird.

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          Die Arbeiten zur Sicherung des einsturzgefährdeten südlichen Brückenbauteils der Salzbachtalbrücke kommen nach Angaben der Autobahn GmbH gut voran. Im Zuge der Notstabilisierung sind in der zweiten Juliwoche Betonarbeiten an einem Pfeiler und am Widerlager der Brücke vorgenommen worden. Das soll sicherstellen, dass der Brückenüberbau nicht noch einmal ins Rutschen geraten kann. Zudem sind in dieser Woche mit Unterstützung eines ferngesteuerten Spezialfahrzeugs links und rechts des stark beschädigten Pfeilers die stählernen Hilfsstützen untergeschoben worden.

          Oliver Bock
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Rheingau-Taunus-Kreis und für Wiesbaden.

          Die angeordnete Sicherheitszone von 50 Metern um die Brücke herum besteht jedoch noch. Die Autobahn GmbH erwartet nach Abschluss der notwendigen Prüfungen an der Südbrücke für Ende Juli die Freigabe. Erst dann kann die Sprengung vorbereitet werden. Und erst dann können die Arbeiten zur Sicherung der Infrastruktur im Umfeld des Bauwerks beginnen. Gesichert werden müssen nach Angaben von Matthias Achauer vom Baumanagement der Autobahn GmbH nicht nur die Bundesstraße, die Bahnanlage und die Kläranlage. Es gelte auch, diverse Leitungen zu schützen, darunter eine große Abwasserleitung. Die müsse besonders gesichert werden, um Umweltschäden vorzubeugen.

          Dicke Schicht aus Sand

          Zudem muss der Salzbach weiter fließen können, weshalb er in große Stahlrohre verlegt wird. Auch auf die Schienen wird eine dicke Schicht aus Sand gekippt, damit nach der Sprengung der Brücke und dem Abräumen der Trümmer und des Schutts der Bahnverkehr schnell wiederaufgenommen werden kann. Für die Sicherungsarbeiten hat die Niederlassung West der Autobahn GmbH jetzt einen Zeitraum von etwa sechs bis acht Wochen nach der Freigabe des Bauwerks für Bauarbeiter und Sprengstoffexperten veranschlagt. Demnach ist mit einer Sprengung frühestens im September zu rechnen, eher aber im Oktober.

          Eine neue Antwort gibt es jetzt auch auf die in den sozialen Netzwerken häufig diskutierte Frage, was mit dem auf der Südbrücke stehenden Lastwagen geschieht und ob dieser tatsächlich mit der Sprengung in die Tiefe stürzen wird. Das nagelneue Spezialfahrzeug, ein sogenanntes Brückenuntersichtgerät, soll laut Autobahn GmbH „nach Möglichkeit geborgen werden, sofern die Arbeitsschutzbedingungen dies zulassen“.

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