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In Problemstädten : 30.000 Handwerker sollen Staatsgelder für Diesel-Umrüstung erhalten

  • Aktualisiert am

Handwerker sollen bei der Hardware-Nachrüstung ihrer Fahrzeuge unterstütz werden. Bild: dpa

Während für Privatkunden noch nach einer Lösung in der Debatte um schmutzige Diesel gesucht wird, können Handwerker aufatmen: Sie sollen bei der Nachrüstung vom Staat unterstützt werden.

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          Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat ein staatliches Förderprogramm für Hardware-Nachrüstungen bei Nutzfahrzeugen angekündigt. „In den zehn Stickoxid-Problem-Städten werden wir die Umrüstung von rund 30.000 Handwerker- und Lieferfahrzeugen fördern. Wir werden das Programm schnell an den Start bringen“, sagte Scheuer dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND; Samstagsausgaben). „Durch Umschichtung in unserem Fonds Saubere Luft wird die Bundesregierung die notwendige finanzielle Flexibilität schaffen.“

          Scheuer bekräftigte gleichzeitig seine Ablehnung gegenüber technischen Nachrüstungen bei Diesel-Pkw: „Alle Experten, mit denen ich in den vergangenen Wochen intensiv geredet habe, kommen zum gleichen Ergebnis: Hardware-Nachrüstungen für Pkw sind nicht das richtige Mittel, um Fahrverbote zu verhindern“, sagte der Minister dem RND. Er sprach sich abermals dafür aus, „alte Fahrzeuge aus dem Markt zu nehmen und gegen neue, saubere zu tauschen“. Das sei für ihn „der Königsweg zu Reduzierung der Luftbelastung in den Städten und zur Verhinderung weiterer Fahrverbote“. Hier kämen die Hersteller jetzt ihrer Verantwortung nach. Merkel hatte sich am Donnerstag ähnlich geäußert.

          Mit mehr gebrauchten oder neuen Euro-6-Fahrzeugen, Benzinern und E-Autos könne mehr erreicht werden, betonte Scheuer. „Durch den Austausch können wir die Luft sofort sauberer machen. Hardware-Nachrüstungen könnten frühestens im April 2020 starten.“

          Derzeit ringt die Bundesregierung bei einem Spitzengespräch der zuständigen Minister bei Bundeskanzlerin Angela Merkel um eine gemeinsame Haltung, wie die NOx-Emissionen älterer Diesel-Autos abgesenkt werden kann. Es geht dabei insbesondere darum, Fahrverbote in besonders belasteten
          Großstadt-Regionen, die es vereinzelt schon gibt, möglichst weitgehend zu vermeiden. 

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