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Ende der Verbrennungsmotoren : Auch Großbritannien will Diesel und Benziner komplett verbieten

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Altes Eisen: Beim Diesel-Gipfel in München am 28. Juni 2017 haben Greenpeace-Aktivisten einen VW-Diesel-Motor in einem Sarg hinter die Staatskanzlei gezogen. Bild: dpa

Nachdem Frankreich angekündigt hat, ab 2040 nur noch Elektroautos auf den Straßen erlauben zu wollen, zieht die Regierung in London nun offenbar nach. Zum Schutz des Klimas soll ab dann selbst die Hybrid-Lösung verboten sein.

          Großbritannien will Zeitungsberichten zufolge ab 2040 den Verkauf von Diesel-Fahrzeugen und Benzinern verbieten. Die britische Regierung werde das Vorhaben am Mittwoch bekanntgeben, berichteten mehrere britische Tageszeitungen vorab. Zum Klimaschutz sollten auch Hybrid-Autos, die sowohl über einen Elektro- als auch über einen Benzin- oder Dieselmotor verfügen, nicht mehr zugelassen werden, berichtete die „Times“. Auf britischen Straßen seien dann nur noch Elektroautos erlaubt. Das Umweltministerium in London war zunächst nicht zu einer Stellungnahme zu erreichen. Auch Frankreich plant ein Verbot von Diesel- und Benzinautos ab 2040.

          Nach Einschätzung von Experten wird die Nachfrage nach Verbrennungsmotoren mit Diesel und Benzin unter dem Druck schärferer Klimavorschriften im kommenden Jahrzehnt sinken. Angesichts der höheren Kosten und geringeren Reichweite machen Elektroautos aber nach wie vor nur einen Bruchteil der Autoverkäufe aus.

          Daimler und Volkswagen peilen an, bis 2025 rund ein Viertel ihres Pkw-Absatzes mit Elektroautos zu bestreiten. Der schwedische Autobauer Volvo, eine Tochter der chinesischen Geely, hatte jüngst als erster traditioneller Autobauer seinen Abschied von Benzin- und Dieselmotoren bekanntgegeben. Ab 2019 soll jeder neue Volvo entweder mit Elektro- oder Hybridantrieb fahren. BMW teilte am Dienstag mit, seinen angekündigten Elektro-Mini in Großbritannien fertigen zu wollen.

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