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Produktionsprobleme : Was wird aus dem neuen VW Golf?

Mitarbeiter arbeiten im Volkswagen-Werk an einer Fertigungsstrecke des VW Golf 7. Bild: dpa

Die achte Modellreihe des Kompaktwagens VW Golf soll noch in diesem Jahr in die Fertigung gehen – mit zahlreichen digitalen Neuerungen. Doch in der Produktion hakt es.

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          Der Golf ist für die Volkswagen-Kernmarke VW das Brot-und-Butter-Auto. Im vergangenen Jahr hat VW hierzulande mehr als 211.000 Stück des Kompaktwagens verkauft. Auch rund um die Welt fragen die Kunden das Modell stark nach, so dass zuletzt mehr als 800.000 Fahrzeuge gefertigt wurden, was gut einem Zehntel der gesamten VW-Jahresproduktion entspricht. Auch wegen dieser Bedeutung macht die Automarke eine einfache Rechnung auf: Golf ist gleich Wolfsburg und damit eine Säule der Ertragskraft.

          Diese Rolle soll auch die neue, nunmehr achte Golf-Version übernehmen, die das Unternehmen noch dieses Jahr präsentieren will. Doch ob das reibungslos klappt, stand zuletzt in Zweifel. Die ursprünglich einmal geplante Jahresproduktion des neuen Modells schnurrte von 80.000 auf 12.500 Autos zusammen. Ein Grund für die Korrektur: Die Entwicklung des Fahrzeugs hinke dem Fahrplan hinterher, so lautete jedenfalls kürzlich der Befund des Magazins „Spiegel“.

          Demnach haperte es vor allem an der Vernetzung des Autos und an der Ausstattung mit softwaregestützten Funktionen und Diensten. Das wäre für VW eine Blamage: Nach seinem Selbstverständnis hat das Unternehmen noch mit jeder Golf-Generation auf unterschiedlichen Feldern Maßstäbe gesetzt. Und was für die erste Golf-Generation vor 45 Jahren die Alltagstauglichkeit war, sollten für den Golf 8 eben Vernetzung und Digitalisierung werden.

          Noch voller Fehler

          In Wolfsburg selbst sieht man sich in diesen Tagen allerdings nun auf der Zielgeraden der Entwicklung, auch wenn diese wohl noch lang werden wird. Es sei viel zu tun, aber der Golf befinde sich im Plan, lautet die Aussage von VW. Gerade weil die neue Version aber so viele digitale Funktionen umfassen werde, gebe es auch einen besonders hohen Entwicklungsaufwand. Gleichzeitig erhöhe die Vernetzung auch die Zahl der möglichen Fehlerquellen.

          Die stotternde Entwicklung zeige sich auch darin, dass die Menge der gefundenen Fehler im Laufe der Zeit größer und nicht kleiner werde, hatte es kürzlich in Berichten geheißen. Volkswagen-Vertreter bestreiten das nicht. Allerdings sei eine ansteigende Fehlerzahl ein ganz normaler Verlauf einer jeden Fahrzeugentwicklung, kontert VW.

          Je näher ein neues Fahrzeugmodell seinem Endzustand komme, desto mehr Funktionen kämen hinzu. Und dass im neuen Golf dann auch noch die internen Systeme untereinander vernetzt sind und miteinander kommunizieren, erhöhe noch einmal die Komplexität. An Spekulationen über die Zahl der noch vorhandenen Fehler will sich kein Volkswagen-Verantwortlicher beteiligen. Nur so viel: Es werden Stand heute weniger, und zwar immer schneller.

          Das ist auch notwendig. Im dritten Quartal soll die Produktion des neuen Golfs starten, die Präsentation des Autos folgt im Oktober, die eigentliche Markteinführung Ende des Jahres. Dann sollen die ersten Kunden laut VW ihren neuen Golf konfigurieren und bestellen können, und zwar ohne Einschränkungen, was den geplanten Funktionsumfang betrifft.

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