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Schlechte Umweltbilanz : Fiat und GM kaufen bei Tesla ein

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Elon Musk hat es nicht leicht mit Tesla, aber der Zertifikatehandel läuft. Bild: AFP

Das Kerngeschäft bereitet Tesla immer wieder Schwierigkeiten. Fernab von der Autoproduktion floriert aber der Verkauf von Emissionsrechten. Die Konkurrenz greift gerne zu.

          Um sich trotz vieler Autos mit schwacher Umweltbilanz für strengere Abgasvorschriften zu rüsten, haben General Motors (GM) und Fiat Chrysler Emissionsrechte von Tesla gekauft. GM und Fiat Chrysler hätten diese Deals schon früher in diesem Jahr offengelegt, schrieb der Finanzdienst Bloomberg am Montag unter Berufung auf entsprechende Dokumente, die im Bundesstaat Delaware eingereicht wurden.

          Die Unterlagen enthielten zwar nicht viele Details, es sei jedoch das erste Mal, dass Autohersteller einräumten, sich zum Erreichen strikterer amerikanische Umweltgesetze an Tesla zu wenden, heißt es in dem Bericht. Tesla äußerte sich zunächst nicht zu den Geschäften mit GM und Fiat Chrysler.

          Das Unternehmen von Elon Musk verdient allerdings schon länger gut am Verkauf von Emissionspunkten. Diese „Zero Emission Vehicle Credits“ bekommt Tesla von Kalifornien und anderen Staaten für die Produktion der Elektroautos. Andere Hersteller kaufen die Punkte und entledigen sich damit der Pflicht, emissionsarme Fahrzeuge zu produzieren. 2018 betrugen die Einnahmen aus diesem Handel für Tesla 103,4 Millionen Dollar nach 279,2 Millionen Dollar im Jahr zuvor.

          Kooperation in Europa

          Ein GM-Sprecher sagte Bloomberg, der Konzern wappne sich damit für „künftige regulatorische Unsicherheiten“. Fiat Chrysler erklärte, so lange die amerikanischen Umweltvorschriften nicht mit der Nachfrage nach Autos auf dem Markt in Einklang stünden, sei der Kauf solcher Zertifikate ein probates Mittel. GM und Fiat Chrysler sind in den Vereinigten Staaten schon länger vor allem mit schweren SUVs und Pick-up-Trucks erfolgreich, die vergleichsweise viel Sprit verbrauchen.

          Schon im April diesen Jahres war bekannt geworden, dass Fiat Chrysler in der EU ein Abkommen mit Tesla geschlossen hat, um die E-Autos des Unternehmens in seine Fahrzeugflotte einrechnen zu können. Damit werden sie künftig für die Bewertung der CO2-Emissionen wie ein einziger Konzern behandelt. Fiat-Chrysler kann damit die schlechten Emissionswerte der eigenen Modelle dadurch ausgleichen, dass Tesla als Hersteller von Elektroautos nach EU-Recht gar keine CO2-Emissionen auslöst. Somit umgeht Fiat-Chrysler drohende Strafen. Tesla indes soll sich das Abkommen gut bezahlen lassen. Von einem dreistelligen Millionenbetrag ist die Rede.

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