https://www.faz.net/-gqe-9q0ce

Verkehrswende : Frankreichs Busse nehmen sich Uber zum Vorbild

Verbindet die Vororte mit Paris: Auf der App Flexigo ist die gewünschte Abfahrtszeit einzugeben, dann erscheint eine Liste der möglichen Haltestellen. Bild: Christian Schubert

In der teuren Innenstadt von Paris wohnen die wenigsten Menschen. Stattdessen pendeln sie zur Arbeit. Eine der Vorstädte wurde mit einem digitalen Verkehrssystem vernetzt – was nicht wirklich gut klappt.

          6 Min.

          Sich als Einwohner von Paris zu erkennen zu geben gehört zu jenen Stellen in einer Party-Unterhaltung, die zumindest in Deutschland schnell neidische Kommentare auslösen. Wer würde den Flair der Seine-Metropole in Zweifel ziehen? Gar nicht so wenige. Denn Paris ist auch teuer, eng, wenig grün, laut und schlecht durchlüftet. Daher wohnen zwölf Millionen Menschen im Großraum Paris, aber nur rund zwei Millionen in der eigentlichen Stadt.

          Christian Schubert
          Wirtschaftskorrespondent in Paris.

          Auf einer Fläche, die fast so groß ist wie Schleswig-Holstein, stellt sich die Frage des Verkehrs täglich – und zwar des öffentlichen Nahverkehrs, denn die Straßen sind unter der Woche fast immer verstopft. Ohne Busse und Bahn kämen Millionen Menschen in den Vororten, den Banlieues, nicht zur Arbeit. Wegen der großen Distanzen und des Zustands der Verkehrswege gelingt ihnen das ohnehin mehr schlecht als recht. Verlegt ein Arbeitgeber seinen Standort auf die andere Seite des Ballungsraumes, kann er einen Großteil seiner Mitarbeiter verlieren.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Aufruhr im Schwimmen : Zurück im Doping-Sumpf

          Ryan Murphy wird von Jewgeni Rylow geschlagen. Der Amerikaner spricht im Anschluss von einem Rennen, das „wahrscheinlich nicht sauber“ war – und wird vom Olympischen Komitee Russlands als Verlierer verhöhnt.

          Flutwarnung in Ahrweiler : Warum wurde nicht evakuiert?

          Menschenleben hätten gerettet werden können, wenn die Verantwortlichen im Kreis Ahrweiler früher gehandelt hätten. Der rheinland-pfälzische Innenminister verspricht, den Katastrophen-Abend aufzuklären.