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Verdacht auf Abgasmanipulation : Razzia beim Autohersteller Mitsubishi

Das Logo des japanischen Autoherstellers Mitsubishi: Es besteht der Verdacht auf Abgasmanipulation. Bild: dpa

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat die Geschäftsräume von Mitsubishi durchsuchen lassen. Dem japanischen Automobilhersteller wird Betrug mit illegalen Abschalteinrichtungen bei Diesel-Fahrzeugen vorgeworfen.

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          Im Zuge eines Ermittlungsverfahrens wegen mutmaßlichen Betrugs hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Dienstagnachmittag knapp ein Dutzend Geschäftsräume von Automobilkonzernen und Zulieferer in Nordrhein-Westfallen, Niedersachsen, Bayern und Hessen durchsucht. Dort unter anderem in Frankfurt, im Wetteraukreis, im Main-Taunus-Kreis und im Landkreis Darmstadt-Dieburg. Wie die Behörde mitteilte, geht es konkret um Verdachtsfälle bei Fahrzeugen der Marke Mitsubishi mit 1,6 Liter und 2,2 Liter 4-Zylinder Dieselmotoren der Abgasnormen Euro5 und 6.

          Katharina Iskandar

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Es bestehe der Verdacht, dass die Motoren mit einer sogenannten Abschalteinrichtung versehen seien, „die dafür sorgt, dass die zulässigen Grenzwerte für Stickoxyde zwar auf dem Prüfstand, nicht jedoch im Realbetrieb eingehalten werden“, teilte eine Sprecherin mit. Die Verwendung derartiger Einrichtungen ist untersagt. Ziel der Durchsuchungen war es, Beweise zu sichern, die Aufschluss über „die Abschalteinrichtung, der Bewerbung und der Verantwortlichkeit“ geben, hieß es weiter.

          Personen, die Neuwagen der betreffenden Modelle seit 2014 erworben haben, werden gebeten, sich als Zeugen bei der örtlichen Polizeidienststelle zu melden. Die dazu nötigen Informationen und Formulare können unter www.polizei.hessen.de/aktuelles/dieselabgasverfahren abgerufen werden.

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