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Folgen des Abgasskandals : VW zahlt 1,2 Milliarden an amerikanische Händler

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Ein VW Touareg auf dem Prüfstand im amerikanischen Bundesstaat Michigan. Bild: AP

Nächste Zahlung wegen des Abgasskandals: Volkswagen entschädigt nun offenbar seine 650 amerikanischen Händler. Weitere Streits stehen aus.

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          Wegen des Abgasskandals zahlt Volkswagen seinen rund 650 Händler in den Vereinigten Staaten wohl Entschädigungen über insgesamt mindestens 1,2 Milliarden Dollar. Das berichteten zwei mit der Sache vertraute Personen. Außerdem habe sich der Konzern zu bestimmten Erfolgsprämien für Händler bereiterklärt.

          Zuvor hatten der größte Autohersteller der Welt und ein Anwalt der Händler bekanntgegeben, dass es eine Grundsatzvereinbarung gebe. Sie nannten dabei allerdings keine Details.

          Für eine endgültige Einigung gab ein Bundesgericht in San Francisco beiden Seiten bis Ende September Zeit. Die Händler waren nach dem Bekanntwerden des Abgasskandals vor fast einem Jahr auf den Dieselautos sitzengeblieben.

          Einigung über 15 Milliarden Dollar

          Auf Volkswagen kommen zur Beilegung der Affäre in Amerika jedoch womöglich weitere Belastungen zu: Das Gericht ordnete Verhandlungen des Justizministeriums mit dem Autobauer über einen Vergleich im Fall der 3,0-Liter-Motoren an. Dies könnte die Reparatur oder den Rückkauf der betroffenen 85.000 Dieselautos erfordern, erklärte der Richter.

          Volkswagen könnte das nach Schätzungen von Bankanalysten weitere Milliarden kosten. Bis Ende Oktober muss Volkswagen nun seine Lösungsvorschläge für die 3,0-Liter-Motoren einreichen. Für den 3. November setzte Richter Charles Breyer eine weitere Anhörung an. Beide Parteien sollten ernsthaft an einer Lösung arbeiten, forderte er.

          Volkswagen hatte sich bereits im Juni mit amerikanischen Behörden und Privatklägern auf einen bis zu 15,3 Milliarden Dollar (umgerechnet 13,6 Milliarden Euro) schweren Vergleich geeinigt. Das Unternehmen hatte auf Druck der amerikanischen Umweltbehörden zugegeben, eine illegale Software eingesetzt zu haben, die erkennt, ob ein Wagen auf dem Prüfstand steht.

          Im Falle der größeren Motoren mit drei Litern Hubraum hatte die kalifornische Umweltbehörde Carb vor mehreren Wochen einen Reparaturplan von Volkswagen abgelehnt. Später machte sie Volkswagen dann Hoffnung, auch die Reparatur dieser größeren Motoren könnte genehmigt werden. In den Vereinigten Staaten sind davon 85.000 Fahrzeuge des Konzerns betroffen, darunter der VW Touareg, der Porsche Cayenne und der Audi A8.

          Aber auch im Falle eines Vergleichs ist der Streit mit den amerikanischen Behörden für VW nicht ausgestanden. Denn mit dem Justizministerium verhandeln die Wolfsburger noch über eine Beilegung der strafrechtlichen Ermittlungen. Ein Vergleich: Der japanische Wettbewerber Toyota hatte wegen klemmender Gaspedale mit 1,2 Milliarden Dollar die bisher höchste Strafe eines Autobauers in Amerika geleistet.

          Wegen der zahlreichen rechtlichen Risiken im Zusammenhang mit dem Abgasskandal hatte Volkswagen seine Rückstellungen unlängst um 1,6 Milliarden Euro auf 17,8 Milliarden Euro aufgestockt. Davon wird ein großer Teil durch den Vergleich mit Behörden und Privatklägern in Amerika verschlungen.

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