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Folgen der Corona-Krise : Automarkt bricht rund um die Welt ein

Diese Volkswagen-Modelle in Emden wurden noch hergestellt, bevor die Produktion wegen der Pandemie zum Erliegen kam. Bild: dpa

Der Absatz von Personenwagen in Europa, China und Indien hat sich im März jeweils halbiert. In den Vereinigten Staaten und Brasilien ging es ebenfalls deutlich zweistellig abwärts. Lediglich in Japan blieb das Minus einstellig.

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          Solche Zahlen hätten noch vor kurzem jeden schockiert, doch manche Beobachter haben mit einer noch schlimmeren Bewegung gerechnet. Durch die weltweit grassierende Corona-Pandemie sind sämtliche Automobilmärkte eingebrochen. Die Einschränkung des öffentlichen Lebens, die Schließung von Handelsbetrieben und die eingeschränkte Arbeitsfähigkeit von Zulassungsstellen sind naheliegende Gründe. Wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) mitteilt, hat sich der Absatz von Personenwagen in Europa, China und Indien im März jeweils halbiert. In den Vereinigten Staaten und Brasilien ging es ebenfalls deutlich zweistellig abwärts. Lediglich in Japan blieb das Minus einstellig.

          Holger  Appel

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

          In Europa wurden den Angaben zufolge im März 853.100 Personenwagen neu zugelassen, das waren 52 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Am stärksten ist der Absatz in Italien eingebrochen, er fiel um 85 Prozent. In Frankreich wurden 72 Prozent und in Spanien 69 Prozent weniger Autos verkauft. Das Vereinigte Königreich verbuchte ein Minus von 44 Prozent. In Deutschland gaben die Neuzulassungen um relativ moderate 38 Prozent nach.

          Das erste Quartal 2020 schließt der europäische Markt also mit einem deutlichen Minus ab. 3,1 Millionen Neufahrzeuge bedeuten 26 Prozent Rückgang gegenüber dem Vorjahresquartal. Das war seit Anfang der 2000er Jahre das zulassungsschwächste erste Quartal in Europa.

          In den Vereinigten Staaten von Amerika sank das Volumen der Verkäufe im März um 38 Prozent auf 992.400 Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge. Zuletzt seien im November 2011 weniger Fahrzeuge verkauft worden, heißt es vom VDA. Der langsam wieder anlaufende chinesische Markt habe auch im März noch einen starken Rückgang verbucht. Das Marktvolumen sei um 48 Prozent auf 1 Million Neufahrzeuge gesunken. Der japanische Markt für Personenwagen gab im März nur um 9 Prozent nach und erreichte 485.200 Einheiten.

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