https://www.faz.net/-gqe-9vi8v

Fehlerhafte Airbags : BMW muss in Amerika über 300.000 Autos zurückrufen

  • Aktualisiert am

Das Logo des Münchner Unternehmens BMW: In Amerika werden mehr als 300.000 Autos des Herstellers wegen fehlerhafter Airbags zurückgerufen. Bild: dpa

Auch Teile des hilfsweise nach dem Takata-Skandal eingebauten Airbagsystems könnten explodieren, teilte die amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde am Freitag mit.

          1 Min.

          Auch der deutsche Autohersteller BMW muss wegen fehlerhafter Airbags tausende Fahrzeuge in den Vereinigten Staaten zurückrufen. Betroffen sind 356.920 Autos, wie die amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA am Freitag in Washington mitteilte. Teile des hilfsweise nach dem Takata-Skandal eingebauten Airbagsystems könnten ebenfalls explodieren.

          Die NHTSA hatte bereits mitgeteilt, dass es auch bei den in Takata-Rückrufen ersatzweise eingebauten Airbag-Inflatoren Probleme gebe, von denen viele Automarken betroffen sein könnten. Darunter befinden sich auch die deutschen Autobauer Volkswagen , dessen Tochtergesellschaft Audi sowie Daimler mit seinen Vans. Produziert hatte Takata schätzungsweise 10 Millionen der möglicherweise fehlerhaften Teile für den amerikanischen Markt. Wie viele davon insgesamt in Autos eingesetzt sind, sei noch unklar. Einige Hersteller hätten bereits mit entsprechenden Rückrufen begonnen. So hatte vor wenigen Tagen der japanische Hersteller Nissan mehr als 300.000 Wagen zurückgerufen.

          Defekte Airbags des Herstellers Takata bereiten den Autobauern seit Jahren Probleme und haben den bislang größten Autorückruf in den Vereinigten Staaten verursacht. Zu stark auslösende Luftkissen, die Teile der Metallverkleidung durch das Fahrzeug schleudern, werden mit zahlreichen Verletzungen und Dutzenden Todesfällen in Verbindung gebracht. Takata hat in Amerika ein Schuldgeständnis wegen Herstellerfehlern abgegeben und eine Milliardenstrafe akzeptiert. Das Airbag-Debakel trieb das Unternehmen 2017 in die Insolvenz.

          Weitere Themen

          Lieferengpässe wegen Coronavirus-Epidemie Video-Seite öffnen

          iPhone Produktion stockt : Lieferengpässe wegen Coronavirus-Epidemie

          Wegen der Coronavirus-Epidemie in China hat Apple seine Umsatzprognose für das laufende Quartal zurückgenommen. Ursprünglich hatte der amerikanische Konzern bis Ende März mit einem Umsatzvolumen von bis zu 67 Milliarden Dollar gerechnet. Diese Zahlen kann das Unternehmen nach eigenen Angaben nun nicht mehr erreichen.

          Topmeldungen

          Borussia Dortmund außer sich : „Für Nächte wie diese lebt man“

          Abermals ist Erling Haaland der Held des BVB. Doch selbst nach seinen zwei Treffern gegen Paris ist der Norweger nicht vollends zufrieden. PSG-Trainer Thomas Tuchel hat für die Niederlage derweil eine erstaunliche Erklärung.
          Anne Will und ihre Gäste: Sahra Wagenknecht (Die Linke), Alice Weidel (AfD), Wolfgang Kubicki (FDP), Peter Altmaier (CDU), Melanie Amann (Leiterin des „Spiegel“-Hauptstadtbüros) und Kevin Kühnert (SPD)

          AfD in Talkshows : Krokodil oder Großmutter?

          Wer rechte Parolen zum Verstummen bringen will, muss nicht aufhören, mit Rechten zu reden. Die Gespräche müssen sich verbessern – doch die AfD fährt ihre eigene Strategie.
          Grüner Frohsinn: Katharina Fegebank und die Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt

          Wahl in Hamburg : Doch keine grüne Hoffnung?

          Katharina Fegebank möchte Erste Bürgermeisterin Hamburgs werden. Lange sahen die Umfragen gut für sie aus. Wie konnte es passieren, dass sie wohl nur zweite Siegerin werden wird?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.