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Weitere Fahrverbote drohen : Nur wenige Dieselfahrer tauschen Autos um

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Nur wenige Dieselfahrer haben die Umtauschprämie bisher in Anspruch genommen. Bild: dpa

27.000 Dieselfahrer haben die Umtauschprämie bisher genutzt, heißt es in einem Bericht. Um die Luft reinzuhalten, müssten viel mehr Autos umgetauscht werden. Sonst werden Fahrverbote wahrscheinlicher.

          Die Prämien, die Deutschlands Autokonzerne für den Umtausch älterer Dieselfahrzeuge anbieten, zeigen einem Zeitungsbericht zufolge kaum Wirkung. Seit Herbst vergangenen Jahres hätten nur 27.000 Dieselfahrer ihren Wagen gegen ein neues Fahrzeug gewechselt, berichtete der Spiegel am Samstag unter Berufung auf Zahlen des Bundesverkehrsministeriums. Gehe es in diesem Tempo weiter, werde die Aktion ihr Ziel verfehlen.

          Rechnet man die Zahlen hoch, würden nur einige hunderttausend Autos umgetauscht werden. Den Berechnungen des Ministeriums zufolge müssten aber bis zum Sommer kommenden Jahres 1,5 Millionen Dieselautos umgetauscht werden, damit die Luft in den Städten besser wird und Fahrverbote verhindert werden können, heißt es in dem Bericht. Im Herbst hatten Daimler, VW und BMW Prämien ausgelobt, um Kunden in den von Fahrverboten betroffenen Städten zum Umtausch ihrer Autos zu bewegen.

          Umtauschprämien in ganz Deutschland

          VW weitete diese Prämie vor wenigen Tagen vorübergehend auf ganz Deutschland aus. Autokäufer bekommen bis Ende April einen Rabatt, wenn sie einen alten Diesel eintauschen.

          In den vergangenen Tagen gab es eine intensive Debatte um die Grenzwerte von Stickoxiden und Feinstaub. Mehr als hundert Lungenfachärzte hatten angezweifelt, dass die Grenzwerte wissenschaftlich haltbar und Stickoxide und Feinstaub tatsächlich so schädlich seien, wie es von den Unterstützern der Grenzwerte behauptet werde. Andere Wissenschaftler verteidigten die Grenzwerte und forderten eine weitere Verschärfung.

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