https://www.faz.net/-gqe-8pnld

Abgas-Affäre : Früherem Volkswagen-Manager drohen 169 Jahre Haft

  • Aktualisiert am

Wegen Betrugs sind neben Oliver Schmidt fünf weitere frühere und aktuelle Führungskräfte unterhalb des Volkswagen-Vorstands angeklagt. Bild: Reuters

Dem ehemaligen VW-Manager Oliver Schmidt droht lebenslange Haft in Amerika. Er war am Samstag in Miami festgenommen worden.

          Dem in den Vereinigten Staaten festgenommenen früheren Volkswagen-Manager drohen nach Angaben des amerikanischen Justizministeriums im Abgas-Skandal bis zu 169 Jahre Haft. „Faktisch sieht er sich mit lebenslangem Gefängnis konfrontiert“, erklärte das Ministerium am Donnerstag. Insgesamt gebe es elf Anklagepunkte.

          Der Mann war am Samstag in Miami nach einem Urlaubsaufenthalt vor dem Heimflug nach Deutschland verhaftet worden. Am Donnerstag entschied der zuständige Richter William Turnoff, der Beschuldigte könne wegen hoher Fluchtgefahr nicht gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt werden. Seine Anwälte wollten gegen die Entscheidung Einspruch erheben.

          Den Rückflug aus dem warmen Florida in das winterliche Deutschland hatte sich Oliver Schmidt sicher anders vorgestellt. Noch bevor seine Maschine abhob, wurde Schmidt, von 2012 bis 2015 für VW in den Vereinigten Staaten für die Kommunikation mit den Regulierern verantwortlich, festgenommen.

          Ihm wird in einer 18 Seiten umfassenden Strafanzeige vorgeworfen, Teil einer Verschwörung gegen die Vereinigten Staaten zu sein (hier geht es zum Dokument, auf Englisch). Der VW-Manager kann das Land nicht verlassen.

          Wegen Betrugs angeklagt sind zudem fünf weitere frühere und aktuelle Führungskräfte unterhalb des Volkswagen-Vorstands. Sie halten sich aber in Deutschland auf und müssen keine Auslieferung fürchten.

          Weitere Themen

          Die letzte IAA?

          F.A.Z.-Sprinter : Die letzte IAA?

          Peter Feldmann fehlt bei der Eröffnung der IAA, wie auch der Mietvertrag fürs nächste Mal und auch im Bundestag wird es hitzig – denn es geht ums Geld. Was sonst noch wichtig wird, steht im F.A.Z.-Sprinter.

          Worauf sich die Koalition geeinigt hat

          Klimapaket der Regierung : Worauf sich die Koalition geeinigt hat

          Die Spitzen der Koalition haben sich auf eine Klimastrategie geeinigt. Künftig müssen für CO2-Ausstoß Zertifikate gekauft werden, der Plan einer CO2-Steuer ist dafür vom Tisch. Für Bürger sollen im Gegenzug einige Entlastungen kommen.

          Topmeldungen

          Klimapaket der Regierung : Worauf sich die Koalition geeinigt hat

          Die Spitzen der Koalition haben sich auf eine Klimastrategie geeinigt. Künftig müssen für CO2-Ausstoß Zertifikate gekauft werden, der Plan einer CO2-Steuer ist dafür vom Tisch. Für Bürger sollen im Gegenzug einige Entlastungen kommen.
          Millionen Zuschauer wollen die Fußball-Nationalmannschaft spielen sehen. Doch auf welchem Sender können sie das künftig?

          Telekom kauft alle Live-Rechte : Fußball-EM 2024 erstmals ohne ARD und ZDF

          Die Telekom hat sich die Live-Rechte an allen 51 Spielen der Fußball-Europameisterschaft in Deutschland im Jahr 2024 gesichert. Das hat die F.A.Z. exklusiv erfahren. Damit gehen die Öffentlich-Rechtlichen Sender ARD und ZDF erstmals leer aus.

          Verfassungsschutz bei Youtube : Humor gegen Dschihadismus

          Nordrhein-Westfalens Verfassungsschutz will den Salafismus dort bekämpfen, wo er bisher freie Hand hatte: in der Youtube-Welt der Jugend. Ein Satire- und ein Informationsformat klären über das Thema auf.
          In einem Bierzelt wie diesem kam es auf der Münchner Wiesn zum sexuellen Übergriff.

          Übergriff auf dem Oktoberfest : Wiesn-Grabscher zu Geldstrafe verurteilt

          Im vergangenen Jahr kam es auf dem Münchner Oktoberfest zu einem sexuellen Übergriff, bei dem ein Mann einer Frau an Brust und Gesäß griff. Kurz vor Beginn des diesjährigen Fest ist nun das Strafmaß verkündet worden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.