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„Ever Given“ : Japanischer Eigner: „Das Schiff rührt sich nicht“

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Das Containerschiff „Ever Given“ ist im Suezkanal festgesetzt und blockiert die wichtige Schifffahrtsstraße zwischen Asien und Europa Bild: dpa

Obwohl Bergungsfachleute das Ruder des im Suezkanal festsitzenden Containerriesen freilegen konnten, kommt die Rettung nicht voran. Die japanischen Besitzer sprechen nun davon, das Schiff am Montag zu entladen.

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          Trotz einiger kleiner Fortschritte sitzt das den Suezkanal blockierende Containerschiff „Ever Given" nach wie vor fest. Das sagte ein Vertreter der japanischen Eigner des Schiffes, Shoei Kisen, der japanischen Zeitung „Nikkei" in der Nacht zum Sonntag. Obwohl die Bergungsteams das Ruder erfolgreich betriebsbereit gemacht hätten, rühre sich das Schiff nicht vom Fleck, so der Sprecher. Die Hoffnungen auf eine Befreiung des 400-Meter-Schiffes am Sonntag seien im Verlauf der Nacht kleiner geworden.

          Die Operation zum Flottmachen der „Ever Given" mit zehn Schleppern war zeitlich auf die steigende Flut abgestimmt. Laut dem Sprecher von Shoei Kisen gestaltet sich die Aufgabe jedoch schwieriger als erwartet.

          „Die Schlepper fingen um 15:45 Uhr Ortszeit an zu ziehen, aber das Schiff bewegte sich nicht. Anfangs sollte die Arbeit zwei bis drei Stunden dauern, aber die Schlepper zogen bis Mitternacht in verschiedenen Winkeln weiter.“ Zwei weitere große Schlepper seien auf Weg, aber ihre Ankunft verzögere sich. „Sie werden wahrscheinlich erst am Sonntagabend die Baustelle erreichen", sagte Toshiaki Fujiwara, Senior Managing Director des Unternehmens, gegenüber Nikkei.

          In den kommenden Tagen wird sich entscheiden, ob das Schiff entladen werden muss, um eine Bergung möglich zu machen. „Wenn wir eine Operation zur Entfernung der Ladung beginnen, wird dies frühestens ab Montag sein", zitierte „Nikkei“ die Eigner.

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