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EU-Kommissarin Bienkowska : Diesel-Skandal hat uns geholfen

Am Dieselskandal war nicht alles schlecht, findet EU-Industriekommissarin Elzbieta Bienkowska (Archiv) Bild: EPA

EU-Industriekommissarin Bienkowska lobt das Umdenken der Autohersteller nach dem Dieselskandal. Sie fordert aber, die Industrie solle mehr in emissionsarme Autos investieren.

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          Die Abgasaffäre in Deutschland und anderen Staaten hat nach Einschätzung von EU-Industriekommissarin Elzbieta Bienkowska auch ihre positiven Seiten. „Ohne den Skandal wären Industrie und Politik wahrscheinlich nie aufgewacht und hätten nicht festgestellt, dass etwas komplett schiefläuft“, sagte die polnische Politikerin im Gespräch mit der F.A.Z. Gerade in Deutschland bewirke die politische und juristische Aufarbeitung des Skandals mittlerweile, dass sich die Autoindustrie langsam in die richtige Richtung bewege.

          Hendrik Kafsack

          Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

          Werner Mussler

          Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

          In der Branche wachse nicht nur die Einsicht, dass die meisten Hersteller auf den Skandal völlig falsch reagiert hätten. „Es wird den Unternehmen auch langsam klar, dass sie ihre Produktion neu aufstellen müssen, wenn sie wettbewerbsfähig bleiben wollen. Sie können nicht länger der Illusion anhängen, immer noch sauberere Dieselmotoren herstellen zu können. Sie sollten vielmehr die Produktion komplett umstellen.“

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