https://www.faz.net/-gqe-89qox

Vereinigte Staaten : Ermittlungen gegen Volkswagen wegen Sicherheitsmängeln

  • Aktualisiert am

Die amerikanische Umweltbehörde untersucht auch den VW Touareg. Bild: dpa

Die Luft für Volkswagen in den Vereinigten Staaten wird immer dünner. Nicht nur manipulierte Abgas-Tests beschäftigen die Behörden. Nun geht es auch um Sicherheitsmängel.

          1 Min.

          Für Volkswagen spitzt sich die Lage in den Vereinigten Staaten immer weiter zu. Jetzt ermittelt offenbar auch die amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA gegen Volkswagen. Das berichtet die „Wirtschaftswoche“. Es geht um mögliche Sicherheitsprobleme bei Fahrzeugen. Die Behörde habe „in Diskussionen mit VW-Verantwortlichen eine Überprüfung des Sachverhalts durch einen unabhängigen, externen Gutachter angeordnet“, sagte ein Sprecher gegenüber der Zeitung. Diese Prüfung sei „Teil der Bemühungen von VW, die Sicherheitsvorschriften einzuhalten“. Volkswagen soll mit den Behörden kooperieren und den Sachverhalt aufklären wollen.

          Autohersteller auf dem amerikanischen Markt sind verpflichtet, die NHTSA zu unterrichten, wenn Geschädigte von schweren Verkehrsunfällen Ansprüche beim Hersteller Ansprüche geltend machen. Angeblich war die Zahl dieser Forderungen in den vergangenen Jahren so niedrig, dass die NHTSA nun hellhörig geworden ist. Es steht die Frage im Raum, ob Volkswagen Klagen und damit technische Mängel verschwiegen hat.

          Die „Wirtschaftswoche“ vergleicht die Zahlen der Autohersteller Daimler, BMW und VW in den Vereinigten Staaten. Während Daimler 200 Schadenersatzforderungen meldete und BMW 143, waren es bei VW nur 47, im Schnitt zwischen 2007 und 2013 sogar nur 18 Fälle pro Jahr.

          Erst gestern war bekannt geworden, dass die amerikanische Umweltbehörde EPA auch Motoren mit 3,0 Litern Hubraum im Visier hat. Es sollen unter anderem auch der VW Touareg, der Porsche Cayenne und Luxuslimousinen der Tochter Audi wie der A8 der Modelljahre 2014 bis 2016 betroffen sein. Die Autohersteller dementierten die Vorwürfe.

          Weitere Themen

          Weltbank warnt vor indischer Krise

          Hohe Verschuldung : Weltbank warnt vor indischer Krise

          Die Lage der Banken wird prekärer. Von faulen Krediten im Volumen von rund 150 Milliarden Dollar ist die Rede. Nun schlagen die Probleme aus dem Finanzsektor auf die Binnenwirtschaft durch.

          Topmeldungen

          Gergely Karácsony auf einer Aufnahme vom März 2018

          Kommunalwahlen in Ungarn : Die Hauptstadt wendet sich gegen Orbán

          Die Fidesz-Partei des Ministerpräsidenten erleidet empfindliche Niederlagen in Budapest und anderen wichtigen Städten. Das hat mit Skandalen und Korruptionsvorwürfen zu tun, aber auch mit einer Kooperationsstrategie der Opposition von links bis ganz rechts.
          Der amtierende indische Ministerpräsident Narendra Modi

          Hohe Verschuldung : Weltbank warnt vor indischer Krise

          Die Lage der Banken wird prekärer. Von faulen Krediten im Volumen von rund 150 Milliarden Dollar ist die Rede. Nun schlagen die Probleme aus dem Finanzsektor auf die Binnenwirtschaft durch.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.