https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/auto-verkehr/diesel-skandal-kosten-fuer-vw-steigen-auf-28-milliarden-euro-16028772.html

Falsche Abgaswerte : Dieselskandal kostet VW schon 28 Milliarden Euro

  • Aktualisiert am

Logo von VW auf der Abdeckung eines Motors im Golf 2.0 TDI Bild: dpa

Volkswagen kommen die Manipulationen immer teurer zu stehen. Die mandatierten Anwälte sollen weiter viel zu tun haben. Für Schadenersatzklagen von Kunden sieht der Konzern aber keine Grundlage.

          1 Min.

          Der Dieselskandal hat den Automobilhersteller Volkswagen bislang nach eigenen Angaben 28 Milliarden Euro gekostet. Allein die Anwaltskosten hätten sich inzwischen auf „einen hohen dreistelligen Millionenbetrag“ summiert, sagte VW-Vorständin Hiltrud Werner dem „Handelsblatt“. Sie rechne auch für 2019 mit „einem für unsere Juristen und die von uns mandatierten Kanzleien arbeitsreichen Jahr“. Werner ist seit Februar 2017 für Recht und Integrität im Vorstand von Volkswagen zuständig.

          VW hatte im September 2015 nach Ermittlungen von amerikanischen Behörden eingeräumt, rund um den Globus in rund 11 Millionen Dieselfahrzeugen eine illegale Software eingesetzt zu haben. Diese drückte den Schadstoffausstoß bei Emissionstests, damit dieser niedriger erschien.

          In Deutschland wollen inzwischen hunderttausende vom Abgasskandal betroffene Dieselbesitzer Schadenersatz fordern und sich deshalb einer Musterfeststellungsklage gegen den Konzern anschließen. Mit der Klage wollen der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und der ADAC geklärt wissen, ob Kunden mit betroffenen Fahrzeugen der Marken VW, Audi, Skoda und Seat Schadenersatzansprüche haben.

          „Für Kunden-Klagen gibt es aus unserer Sicht keine Rechtsgrundlage“, sagte jetzt Vorständin Werner. „Nach unserer Auffassung haben die Kunden weder Verluste noch Schäden erlitten. Die Fahrzeuge sind sicher und fahrbereit.“

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Die Kosmonauten Oleg Artemjew, Denis Matwejew und Sergej Korssakow posieren auf der ISS mit der Flagge der selbsterklärten „Volksrepublik“ Luhansk.

          Russische Kosmonauten : Provokation auf der ISS

          Der Westen arbeitet in vielen Bereichen nicht mehr mit Russland zusammen. Eine Ausnahme ist die Internationale Raumstation. Doch nun gab es dort einen Zwischenfall.
          Die ukrainischen Verteidiger versuchen Slowjansk durch Straßensperren vor einer russischen Eroberung zu schützen.

          Angriffe auf Region Donezk : „Es gibt keinen sicheren Ort“

          Nach der vollständigen Eroberung des Luhansker Territoriums bombardiert Russland großflächig die Region Donezk. Der Bürgermeister von Slowjansk ruft zur Evakuierung seiner Stadt auf.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.