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F.A.Z. exklusiv : Neuer Dieselgipfel soll Finanzierung für Nachrüstungen lösen

Es raucht und raucht: Wie die Nachrüstung von alten Diesel-Autos finanziert werden soll, ist bislang noch unklar. Bild: dpa

Bislang ist unklar, wie die Nachrüstung älter Diesel-Autos finanziert werden soll. Ein neuer Dieselgipfel soll nun Lösungen liefern – das fordert zumindest die Bundesregierung.

          Die Bundesregierung dringt bei der Autoindustrie bislang vergeblich auf eine Finanzierung der Hardware-Nachrüstungen älterer Diesel-Fahrzeuge. Auf einem neuen „Dieselgipfel“ soll Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung nun Ende kommender Woche mit den drei großen deutschen Autoherstellern eine Finanzierungslösung finden. Dies war am Dienstag in Koalitionskreisen zu hören.

          Kerstin Schwenn

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Nach Vorstellung der schwarz-roten Koalition sollen die Autohersteller den Dieselfahrern in besonders belasteten Regionen eine Prämie zum Umtausch oder die Nachrüstung ihrer Autos anbieten. Bislang ist die Bundesregierung in ihren „intensiven Gesprächen“, die auch Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) vergangene Woche beschwor, nicht vorangekommen. Etliche Telefonkonferenzen endeten ohne nennenswerte Fortschritte.

          Volkswagen, Daimler und BMW vertreten keine einheitliche Linie zu den von der Politik geforderten Hardware-Nachrüstungen. Daimler kann sich vorstellen, 80 Prozent der Kosten inklusive Einbau bis zur Gesamthöhe von 3000 Euro zu tragen. Der Daimler-Anteil läge dann bei 2400 Euro. Volkswagen hat ebenfalls signalisiert, sich anteilig zu engagieren, fordert aber, dass auch ausländische Autohersteller mitmachen. Diese sperren sich allerdings bisher dagegen, genauso wie der Münchner BMW-Konzern.

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