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Diesel-Affäre : Kraftfahrtbundesamt überprüft Abgas-Systeme von Ford

  • Aktualisiert am

Das KBA überprüft ein Ford-Mondeo-Dieselmodell. Bild: Charlie Magee

Jetzt auch Ford? Das Kraftfahrtbundesamt nimmt auch die Abgas-Systeme eines Mondeo-Diesels unter die Lupe. Der Autobauer beteuert „weder geschummelt, noch getrickst“ zu haben.

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          Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) nimmt auch die Abgas-Systeme von Ford genauer unter die Lupe. In der vergangenen Woche sei Ford von der Behörde wegen des Diesel-Modells Mondeo 2.0 TCDI kontaktiert worden, erklärte der Autobauer am Donnerstag im Anschluss an eine Meldung der „Wirtschaftswoche“. Das Magazin berichtete unter Berufung auf das Bundesverkehrsministerium, es bestehe der Verdacht auf den Einsatz eines illegalen Systems zur Abschaltung der Abgasreinigung. Ford bestritt, solche illegalen Einrichtungen zu verwenden. Die Fahrzeuge und Dieselmotoren erfüllten die aktuell vorgeschrieben Abgasrichtlinien. Das Bundesverkehrsministerium äußerte sich zunächst nicht.

          Der „Wirtschaftswoche“ zufolge liegen dem KBA Ergebnisse von Abgastests vor, die Rückschlüsse auf mögliche illegale Systeme zuließen. Diese Tests sollen Auslöser für die Überprüfung des Ford-Modells sein. Ford-Deutschland-Chef Gunnar Herrmann sagte dem Magazin, dass Ford „weder geschummelt noch getrickst“ habe: „Bei der Abgasnachbehandlung unserer Dieselmodelle wurden keine illegalen Abschaltvorrichtungen verwendet.“

          Nach dem Skandal um Abschalteinrichtungen von Volkswagen hatte das Verkehrsministerium Prüfungen von vielen Modellen verschiedener Hersteller eingeleitet, die auch nach Veröffentlichung eines Zwischenberichts im vergangenen Jahr fortgesetzt werden. So hat das Ministerium in den vergangenen Monaten auch unzulässige Abgassysteme bei Audi und Porsche ausgemacht.

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