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Fahrrad-Boom : „Die Sharing-Anbieter müllen nur die Straßen zu“

Überall blaue Vorderreifen : Swapfiets hat seine Kundenzahl innerhalb von 15 Monaten auf 200.000 verdoppelt. Bild: dpa

Unternehmen, die Scooter und Fahrräder im Abo-Modell anbieten, wachsen rasant. Sie wollen es mit Nextbike, Lime und Co. aufnehmen.

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          Richard Burger sitzt in Amsterdam, vor ihm sein Laptop, hinter ihm eine einsame Grünpflanze, und lästert ein bisschen über die Branche, die seinem Unternehmen noch am ehesten Konkurrenz macht: das Bike- und Scooter Sharing. Es ist eigentlich egal, welches Fortbewegungsmittel sich die Stadtbewohner teilen sollen, Burger ist überzeugt davon, dass das nicht funktioniert. „Diese Anbieter müllen nur die Straßen zu“, sagt der 28-Jährige über die Tretroller und Fahrräder, die man in Frankfurt, München, Köln und Co. inzwischen an jeder Ecke für ein paar Stunden oder Minuten mieten kann. „Wir machen es besser“, meint Burger. Der weltweite Fahrrad-Boom hat dem Mitgründer von Swapfiets ein selbstsicheres Lächeln ins Gesicht gezeichnet. Zwischen März 2019 und Juni 2020 hat das niederländische Unternehmen seine Kundenzahl verdoppelt – von 100.000 auf 200.000 regelmäßige Nutzer.

          Sarah Obertreis
          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Ob das Konzept von Swapfiets auch langfristig gutgeht, muss sich noch zeigen, aber zumindest im Moment steht Burgers Unternehmen an der Spitze eines neuen Geschäftsmodells, das Sharing-Anbietern und herkömmlichen Fahrradläden gleichermaßen Kunden abjagen will. Swapfiets gehören zu den Ersten, die zunächst Fahrräder und nun auch E-Scooter, E-Bikes und motorisierte Tretroller im Abo anbieten.

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