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Nach Mehrwertsteuersenkung : Deutlich mehr E-Autos und Hybride zugelassen

Im Juli hat sich der deutsche Automarkt wieder stabiler gezeigt. Bild: dpa

Im Juli sind rund 315.000 Autos auf Deutschlands Straßen zugelassen worden und damit nur noch gut 5 Prozent weniger als im Vorjahr. Alternativ angetriebene Fahrzeuge stiegen deutlich.

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          Seit Anfang Juli gilt hierzulande die gesenkte Mehrwertsteuer sowie eine höhere Prämie auf den Kauf von alternativ angetriebenen Autos, um die Konjunktur zu fördern. In den Zulassungszahlen zeigt sich nun ein positiver Trend. 

          Ilka Kopplin

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          So wurden im vergangenen Monat auf Deutschlands Straßen insgesamt rund 315.000 Auto neu zugelassen, wie das Kraftfahrtbundesamt am Mittwoch mitteilte. Das entsprach zwar immer noch einem Minus von gut 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Allerdings war der hiesige Automarkt in Zeiten stillgelegter Produktionen, geschlossener Autohändler und Zulassungsstellen zuvor auch deutlich zweistellig eingebrochen. In den ersten sieben Monaten wurden insgesamt knapp 1,526 Millionen Autos zugelassen, was einem Minus von 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat entsprach.

          Demnach waren es im Juli vor allem Privatleute, die sich für ein neues Auto entschieden haben. Ihr Anteil an den Neuzulassungen stieg um gut 7 Prozent auf einen Anteil von 41 Prozent. Die gewerblichen Käufer hielten sich dagegen zurück, ihr Anteil fiel um 12,5 Prozent auf rund 59 Prozent.

          Alternative Antriebe legen deutlich zu – ausgehend von niedriger Basis

          Während das Segment der Benziner zwar um rund ein Fünftel zurückging, aber dennoch mit einem Anteil von 49 Prozent immer noch der favorisierte Antrieb der hiesigen Autofahrer blieb, legten im Juli insbesondere die alternativ angetriebenen Fahrzeuge weiter deutlich zu, nachdem die Prämie des Bundes beim Kauf eines solchen Fahrzeugs noch einmal aufgestockt worden war.

          Die alternativen Antriebsarten wiesen demnach im Vergleich zum Vorjahresmonat teils dreistellige Zuwächse auf, wenn auch von einem niedrigen Niveau ausgehend. So wurden im Juli knapp 16.800 E-Autos neu auf Deutschlands Straßen zugelassen, was einem Plus von mehr als 180 Prozent und einem Anteil an den Gesamtneuzulassungen von 5,3 Prozent entsprach.

          Auch Hybride verzeichneten deutliche Zuwächse. Insgesamt wurden 52.488 Hybride neu zugelassen, ein Plus von 143,5 Prozent, was einem Anteil von 16,7 Prozent entsprach. Darunter waren 19.119 Plug-in-Hybride, die wiederum um rund 485 Prozent stiegen und einem Anteil von von 6,1 Prozent entsprachen.

          Mit Blick auf die Automarken zeigten sich die Premiumhersteller BMW und Mercedes-Benz robust. Die Zulassungen von Mini legten um gut 35 Prozent zu, die der Kernmarke BMW immerhin um gut 17 Prozent, die der Stuttgarter Konkurrenz um knapp 11 Prozent. Der Sportwagenhersteller Porsche verzeichnete immerhin noch ein Plus von 2,4 Prozent.

          Zurück ging es hingegen für Volkswagen. Die Marke VW erzielte zwar mit 19 Prozent immer noch den größten Marktanteil, allerdings gingen die Neuzulassungen um gut 3 Prozent zurück. Die Zulassungen der Schwestermarke Audi fielen gar um ein Fünftel. Opel musste mit einem Minus von gut 45 Prozent einen besonders deutlichen Dämpfer hinnehmen, auch Ford verlor um gut 22 Prozent in den Neuzulassungen.

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