https://www.faz.net/-gqe-9vofi

Defekte Airbags : Toyota ruft 3,4 Millionen Autos zurück

  • Aktualisiert am

Vor zehn Jahren mussten Toyota-Techniker in einer großen Rückrufaktion Gaspedale austauschen, hier Nick Cathers in Springfield, Illinois. Bild: AP

Toyota und Honda rufen wegen technischer Defekte Autos zurück: Toyota 3,4 Millionen, Honda 2,4 Millonen. Europa und Japan sind davon nicht betroffen. Japanische Autohersteller haben Erfahrungen mit solchen Fällen.

          1 Min.

          Der japanische Autohersteller Toyota ruft rund 3,4 Millionen Autos auf der ganzen Welt wegen einer möglichen Fehlfunktion der Bordelektronik zurück. Es könne passieren, das sich bei einem Unfall der Airbag nicht öffne, teilte eine Sprecherin in Tokio am Mittwoch mit. 2,9 Millionen der betroffenen Autos der Modelle Corolla und Avalon entfallen auf Nord-, Mittel und Südamerika. Betroffen sind Modelle der Herstellungsjahre 2011 bis 2018. Vor zehn Jahren hatte Toyota in großem Umfang Pedale austauschen müssen.

          Weder Europa noch Japan seien von dem aktuellen Rückruf betroffen. Die Fahrzeuge seien möglicherweise mit einem elektronischen Steuerungsgerät (ECU) ausgestattet, das Signale von Crash-Sensoren empfange und Airbags sowie Gurtstraffer aktiviere. Diese ECU böten möglicherweise nicht genug Schutz vor bestimmten elektronischen Geräuschen bei Zusammenstößen. Dies könne dazu führen, dass die Airbags beziehungsweise Gurtstraffer nicht aktiviert würden. Toyota rüste kostenlos einen Geräuschfilter nach.

          Unabhängig davon wird auch der Hersteller Honda 2,4 Millionen Autos in den Vereinigten Staaten zurückrufen. Das Unternehmen begründete diese Entscheidung mit defekten Airbags des insolventen Zulieferers Takata. Diese seien in Modellen eingebaut, die zwischen 1996 und 2003 gefertigt wurden.

          Der dafür verwendete Treibstoff sei eingesetzt worden, bevor er durch einen Ammonium-Nitrat-Treibstoff ersetzt wurde, der ebenfalls zu einem millionenfachen Rückrufe führte. Durch einen Defekt hätten Luft und Feuchtigkeit in den Innenraum eindringen können, wodurch sich die Wirkung des Treibstoffs schwächte. Der Airbag blies sich entweder zu schnell oder mit zu viel Druck auf.

          Weitere Themen

          VW bietet Kunden erstmals Entschädigung an Video-Seite öffnen

          Dieselskandal : VW bietet Kunden erstmals Entschädigung an

          Viereinhalb Jahre nach Bekanntwerden des Dieselskandals bietet Volkswagen hunderttausenden Kunden in Deutschland erstmals eine Entschädigung an. Verhandlungen für einen Vergleich mit der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) scheiterten indes.

          Topmeldungen

          Je mehr Privatpatienten in einem Gebiet, desto mehr Ärzte lassen sich dort nieder. Aber liegt das am Geld oder am sozialen Umfeld?

          Gesundheitswesen : Abschaffung der Privatkassen soll Milliarden sparen

          Der Beitrag für jeden gesetzlich Versicherten könnte um 145 Euro im Jahr sinken, wenn die Privatkassen abgeschafft würden. Das behauptet eine Studie der Bertelsmann Stiftung. Beamte, Ärzte und Wissenschaftler halten die Berechnungen für hanebüchen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.