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Daimlers Gewinn sackt ab : Bis zu 1,5 Milliarden Euro Kosten für Dieselskandal

Einbau einer Tür in einen „Sprinter“ bei Daimler in Ludwigsfelde in Brandenburg. Bild: dpa

Das Jahr 2019 lief schlechter als erwartet. Die Daimler-Aktie rutscht ab. Und nun fallen auch noch weitere Aufwendungen im Dieselskandal an. Für gerichtliche Verfahren ist in diesem Jahr mehr als eine Milliarde einkalkuliert.

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          Daimler gerät zwischen Dieselskandal und Elektrooffensive immer weiter unter Druck. Der Fahrzeugkonzern hat im vergangenen Jahr nur noch halb so viel Gewinn erzielt wie noch 2018. Das ist das Ergebnis der vorläufigen Zahlen, die der Stuttgarter Konzern am Mittwochmorgen veröffentlichte.

          Susanne Preuß

          Wirtschaftskorrespondentin in Stuttgart.

          Der Aktienkurs reagierte sofort, der Kurs ging auf 45,39 Euro zurück und erreichte damit den niedrigsten Stand seit Oktober – obwohl gleichzeitig der Aktienindex Dax ein Rekordhoch vermeldete. Unerwartet kommt die Meldung nicht, allerdings fürchten Anleger nun noch Schlimmeres und hegen nun schon Bedenken wegen der traditionell guten Dividende von Daimler.

          Dabei sind weitere Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Dieselskandal noch gar nicht eingerechnet: mit 1,1 bis 1,5 Milliarden Euro für „laufende und gerichtliche Verfahren und Maßnahmen“ müsse man nach vorläufiger Schätzung kalkulieren. Die zusätzlichen Diesel-Aufwendungen fallen sowohl für Personenwagen wie für Mercedes-Vans an. Damit schneidet die Van-Sparte noch viel schlechter ab als bisher befürchtet, kündigt Daimler an.

          Die aktuelle Ergebniserwartung von minus 15 bis minus 17 Prozent werde noch unterschritten, während im Jahr zuvor in dieser Sparte noch eine Mini-Umsatzrendite von 2,3 Prozent ausgewiesen wurde. Das operative Ergebnis habe im vergangenen Jahr 5,6 Milliarden Euro erreicht, nach 11,1 Milliarden Euro im Jahr zuvor, teilte Daimler in einer Pflichtmitteilung mit.

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