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Corona-Krise : Die letzte Chance für die deutschen Häfen

Kann mit jedem Tiefgang umgehen: der Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven Bild: dapd

Falscher Stolz hat eine Zusammenarbeit der deutschen Nordseehäfen bislang verhindert. Die Krise zwingt nun zum Umdenken. Das ist gut, denn eine offensichtliche Option liegt auf dem Tisch.

          3 Min.

          Die großen Containerhäfen an der deutschen Nordseeküste kämpfen seit Jahren mit erheblichen Schwierigkeiten. Rotterdam, Antwerpen und andere Konkurrenzhäfen im Ausland jagen Hamburg, Bremerhaven und dem erst vor wenigen Jahren eröffneten Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven immer mehr Marktanteile ab. Der Druck erhöht sich durch Veränderungen unter den Reedereien, die Allianzen gebildet haben. Das hat die Verhandlungsposition der Schifffahrtsgesellschaften gegenüber den Terminals gestärkt.

          Christian Müßgens

          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

          In der Corona-Krise, die den ganzen Seetransport belastet, ist die Not der hiesigen Seehäfen jetzt so groß geworden, dass eine alte Idee wieder Auftrieb bekommt: eine engere Zusammenarbeit aller Standorte. Bislang waren Vorstöße in diese Richtung an Vorbehalten in Hamburg oder Bremen gescheitert. Dort hielten Politiker aller Parteien aus überholtem Hafenstolz daran fest, ihre Hafenbetriebe könnten am besten im Alleingang bestehen.

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