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CO2-Grenzwerte für Autos : Ein umweltökonomisches Desaster

  • -Aktualisiert am

CO2 könnte an anderer Stelle billiger eingespart werden, findet unser Gastautor Prof. Dr. Alexander Eisenkopf. Bild: dpa

CO2-Grenzwerte für Autos sind kein taugliches Instrument einer effizienten Klimapolitik – aber bescheren den Autofahrern erhebliche Kosten. Die EU verrennt sich in einem Irrweg. Ein Gastbeitrag.

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          Vor kurzem hat das EU-Parlament einen Beschluss über CO2-Flottengrenzwerte für Personenfahrzeuge und leichte Nutzfahrzeuge gefasst. Gefordert wird eine Minderung des CO2-Ausstoßes um 40 Prozent bis 2030. Damit formuliert das EU-Parlament noch einmal deutlich schärfere Grenzwerte als die EU-Kommission.

          Deren Verordnungsvorschlag sah vor, dass die CO2-Emissionen neuer Autos bis 2025 um 15 Prozent und bis 2030 um 30 Prozent sinken sollten. Nach heftigem internem Streit hat sich die Bundesregierung die Kommissionsvorschläge zu eigen gemacht.

          Das Umweltministerium konnte sich mit seiner Forderung nach Minderungszielen von 45 bis 50 Prozent bis 2030 nicht durchsetzen; einschlägige NGOs wie der Verein Deutsche Umwelthilfe oder die Agora-Verkehrswende proklamieren gar Minderungen von 70 Prozent und mehr.

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