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Herstellerverband CAAM : Chinesischer Autoabsatz legt im Mai zweistellig zu

  • Aktualisiert am

Produktion von Dongfeng in China Bild: AP

Der weltgrößte Automarkt hat sich wohl auch im Mai weiter erholt. Schätzungen zufolge ist der Absatz im vergangenen Monat um 12 Prozent auf 2,14 Millionen gestiegen.

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          Der chinesische Automarkt hat seine deutliche Erholung nach dem Einbruch in der Corona-Krise wohl auch im Mai fortgesetzt. Der Absatz ist im Vergleich zum Vorjahresmonat Schätzungen zufolge um rund 12 Prozent auf 2,14 Millionen Fahrzeuge gestiegen, wie der Herstellerverband CAAM (China Association of Automobile Manufacturers) am Dienstag in Peking mitteilte. Allerdings ist der Absatz in den ersten fünf Monaten des Jahres den Angaben zufolge immer noch klar rückläufig: Von Januar bis Mai ergibt sich ein Minus von 23 Prozent auf 7,9 Millionen Fahrzeuge. Der CAAM misst den Absatz von Pkws und kleineren Nutzfahrzeugen an die Händler.

          Im Februar war der chinesische Automarkt wegen der Corona-Krise regelrecht zusammengebrochen. Im März waren die Auswirkungen der Pandemie ebenfalls noch deutlich zu spüren und die Zahlen stark rückläufig. Im Zuge der Corona-Krise waren viele Werke dicht, auch Autohäuser hatten ihre Türen lange geschlossen. Im April setzte dann aber eine deutliche Aufholbewegung in China ein. Die chinesische Regierung hat verschiedene Maßnahmen ergriffen, um die maue Nachfrage wieder anzukurbeln. In den vergangenen beiden Jahren war der größte Automarkt der Welt jeweils geschrumpft.

          Eine vollständige Erholung des Marktes, der schon vor der Virus-Krise unter der sich eintrübenden Konjunktur, dem Handelskonflikt zwischen China und Amerika sowie der Zurückhaltung der Käufer litt, ist laut CAAM aber keineswegs sicher. So hatte der Herstellerverband im Mai davor gewarnt, dass der Absatz in China in diesem Jahr um bis zu 25 Prozent einbrechen könnte. Für die deutschen Autokonzerne Volkswagen, Daimler und BMW ist China der wichtigste Einzelmarkt.

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