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Neues Werk in China : Hier rollen bald zehntausende E-Minis vom Band

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Der Mini Electric wird in der Mini-Fabrik in Cowley, Großbritannien vorgestellt. Bild: dpa

Spatenstich für BMW in China: In der Stadt Zhangjiagang bei Schanghai entsteht eine neue Fabrik für den elektrischen Mini – wohingegen Audi angesichts des Sparkurses seine Investitionen kürzt.

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          Die Autohersteller BMW und Great Wall treiben ihren Plan zur Produktion von Elektroautos in China voran. Langfristig sollen in einer gemeinsamen Fabrik jährlich rund 160.000 elektrische Fahrzeuge der BMW-Marke Mini und von Great Wall vom Band rollen, wie BMW am Freitag zum Baubeginn in der Stadt Zhangjiagang bei Shanghai mitteilte.

          Das Werk selbst soll bis 2022 errichtet werden. Anschließend folgt üblicherweise ein mehrjähriger Zeitraum für Anlagenaufbau, Vorserienproduktion und Anlaufphase. Das 2018 vereinbarte Vorhaben war zunächst auf Hindernisse im Genehmigungsverfahren gestoßen.

          Mit dem Werk stärkt BMW seine Präsenz in China, wo die Regierung die Branche zum Bau von Elektroautos drängt. Für elektrische Minis wird Zhangjiagang neben Oxford die zweite Produktionsstätte. Der deutsche Konzern hält in China schon eine Mehrheit an einem Gemeinschaftsunternehmen mit dem Autobauer Brilliance, das Fahrzeuge der Marke BMW produziert.

          An dem mit Great Wall gegründeten Joint Venture namens Spotlight Automotive Limited sind die beiden Partner jeweils zur Hälfte beteiligt. Sie wollen umgerechnet 650 Millionen Euro in das Werk investieren, das 3000 Mitarbeiter beschäftigen soll. 

          Derweil kürzt der schwächelnde Autohersteller Audi angesichts seines Sparkurses die Investitionen. Für die kommenden fünf Jahre bis 2024 will die Volkswagen-Tochter zusammengenommen rund 37 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung sowie Sachinvestitionen stecken, wie das Unternehmen am Freitag in Ingolstadt mitteilte. Im letzten Fünfjahresplan 2019 bis 2023 hatte Audi noch 40 Milliarden Euro veranschlagt. Die aktuelle Planung spiegele eine bessere Investitions- und Kostendisziplin wider, hieß es.

          Ein großer Teil in elektrische Antriebe

          Derzeit fährt Audi die Kapazitäten in den schlecht ausgelasteten deutschen Werken Ingolstadt und Neckarsulm deutlich herunter. 9500 Stellen sollen ohne betriebsbedingte Kündigungen wegfallen, im Gegenzug will Audi 2000 neue Stellen in anderen Bereichen schaffen. In bestimmte Bereiche will das Unternehmen aber mehr Geld stecken. Von den geplanten Investitionen bis 2024 soll ein großer Teil in elektrische Antriebe und Modelle fließen.

          „Mit rund 12 Milliarden Euro geben wir bis 2024 mehr als je zuvor für Elektromobilität aus“, sagte Audi-Finanzchef Alexander Seitz, der in gleicher Funktion zum 1. März nach Wolfsburg zur Kernmarke VW Pkw wechseln wird. Die Investitionspläne sind Teil der schon vor zwei Wochen vorgestellten fünfjährigen Budgetrunde des VW-Konzerns. Die Wolfsburger wollen über alle Marken konzernweit bis 2024 rund 150 Milliarden Euro in Anlagen, Forschung und Entwicklung stecken. Davon sollen rund 33 Milliarden allein für die Elektromobilität zur Verfügung stehen.

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