https://www.faz.net/-gqe-9a8u9

„Keine Manipulation“ : BMW gesteht Fehler bei Software für Dieselfahrzeuge ein

  • Aktualisiert am

Gab es auch bei BMW Manipulationen? Bild: dpa

Knapp 12.000 Diesel-Autos mussten die Münchner kürzlich zurückrufen – wegen einer verbotenen Abschalteinrichtung. BMW-Chef-Krüger spricht vor den Aktionären von einem „handwerklichen Fehler“. Der Branche geschadet hätten andere.

          1 Min.

          BMW-Chef Harald Krüger und Aufsichtsratschef Norbert Reithofer haben eine Panne bei der Abgasreinigung eines Dieselmotors eingeräumt, aber jede Absicht bestritten. „Uns ist vor einigen Jahren ein Fehler unterlaufen“, sagte Krüger am Donnerstag auf der BMW-Hauptversammlung in München: In 11.700 BMW-Fahrzeugen sei irrtümlich eine nicht passende Software eingespielt worden. Das Kraftfahrtbundesamt hatte im März den Rückruf der Autos wegen einer unzulässigen Abschalteinrichtung angeordnet.

          Reithofer betonte, der „handwerkliche, menschliche Fehler“ habe nicht dazu geführt, dass die Abgaswerte auf dem Prüfstand niedriger gewesen wären als auf der Straße. Krüger sagte: „Mit einer gezielten Manipulation von Motorsteuerung und Abgasreinigung hat das nichts zu tun.“ BMW warte jetzt auf die Genehmigung der Behörden, die korrigierte Software aufzuspielen.

          Harte Regulierungen seien heute populär, klagte Krüger. BMW aktualisiere die Software seiner Euro-5-Dieselautos ab Baujahr 2011, halte aber eine Hardware-Nachrüstung für technisch nicht sinnvoll. Einen Seitenhieb teilte der BMW-Chef gegen VW aus. „Zur Wahrheit gehört auch: Das Handeln einiger Hersteller hat der gesamten Branche geschadet“, sagte Krüger.

          BMW sei aber die Nummer eins bei elektrifizierten Fahrzeugen in Deutschland und in Europa, wolle dieses Jahr 140.000 Batterie- und Plug-in-Autos verkaufen, bringe nächstes Jahr einen Elektro-Mini und 2020 einen elektrischen BMW X3 auf den Markt. Europa müsse bei der E-Mobilität eine Vorreiterrolle übernehmen, forderte Krüger. Für das autonome Fahren „brauchen wir einheitliche Regeln und überall in der EU den 5G-Mobilfunkstandard“.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Gladbach besiegt Bayern : Großartig für die Bundesliga

          Gladbach gewinnt ein verrücktes Topspiel gegen die Münchner. Die sind spielerisch so gut wie die Bayern-Teams, die in den vergangenen sieben Jahren Meister wurden. Aber nun fehlt die Cleverness eines Champions.
          Bei welcher Krankenkasse man unter welchen Bedingungen durch Vorauszahlungen Geld sparen kann, hängt auch vom Einzelfall ab.

          Die Vermögensfrage : Mit Vorauszahlungen Steuern sparen

          Wer seine Krankenversicherungsbeiträge im Voraus bezahlt, kann damit nicht unbeträchtlich Steuern sparen. Ob dies im Einzelfall immer möglich ist, hängt allerdings auch von Versicherung und Krankenkasse ab.
          Krippen-Kinder in Hamburg

          Konsequenzen aus Pisa : Deutsch lernen in der Kita

          In der jüngsten Pisa-Studie haben die deutschen Schüler nur mittelmäßig abgeschnitten. Bildungsministerin Karliczek will deshalb das frühe Vorlesen fördern – schon vor der Grundschule.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.