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Versuch in Berlin : Vielleicht ein Leben ohne eigenes Auto

Mobilität im Wandel: In Berlin sollen noch mehr Menschen auf Bus und Bahn umsteigen. Bild: ZB

Die Straßen in Deutschlands Metropolen werden immer voller. In einem Berliner Modellversuch können Freiwillige ihr Auto auf Probe gegen den neuen Mobilitäts-Mix eintauschen. Wie kommt so etwas an?

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          Berlin gilt, verglichen mit anderen Großstädten in der Welt, als El Dorado des öffentlichen Nahverkehrs: S-Bahnen und U-Bahnen, Tram und Busse fahren in engem Takt in fast alle Winkel der Stadt, den ganzen Tag und manchmal sogar in der Nacht. Trotzdem ist die Zahl der privaten Pkw in den letzten Jahren immer weiter gestiegen. Für fast ein Drittel ihrer städtischen Wege nutzen die Berliner immer noch das Auto. Gleichzeitig hat die Zahl der Radfahrer zugenommen, und seit einigen Wochen sind zudem die umstrittenen E-Roller in der Stadt unterwegs. „Platz da!“ ist das mal stumme, mal laute Kommando derer, die sich dort in die Quere kommen, wo nicht genug Platz für alle da ist. Also fast überall – jedenfalls in der Innenstadt und auf den großen Zufahrtsstraßen.

          Kerstin Schwenn

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Im Charlottenburger Mierendorff-Kiez verband einige Anwohner schon vor vier Jahren der Wunsch, die Lebensqualität vor ihrer Haustür zu verbessern. Schnell waren sie sich darin einig, was das vor allem bedeutet: weniger Autos. Dabei stört sie bis heute nicht nur der fließende Verkehr. Viele Kreuzungen seien nicht mehr sicher zu überqueren, weil (immer höhere und breitere) parkende Autos keine Sicht mehr auf die Straße ließen, klagen Fußgänger.

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