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Diesel-Affäre : Schlechte Zahlen und miese Stimmung bei Audi

  • -Aktualisiert am

Viel Theater bei den vier Ringen: Audi-Produktion am Stammsitz in Ingolstadt Bild: ddp Images

Bei Audi ist die Stimmung seit der Diesel-Manipulation im Argen. Die Softwarenachrüstung macht mehr zu schaffen als anderen Herstellern – und nun rumort es auch noch in der Belegschaft.

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          Das Kraftfahrt-Bundesamt hat in diesen Tagen so viel zu tun wie seit Jahren nicht. Software-Updates für ältere Dieselautos und die Zertifizierung für das neue europäische Verbrauchs- und Abgasmessverfahren namens WLTP sorgen für Akkordarbeit. Denn die Behörde muss nicht nur die Anträge der Hersteller auf Typgenehmigungen neuer Autos inklusive des neuen Messverfahrens abarbeiten. Auf dem Programm stehen auch immer noch die teils verpflichtenden, teils freiwilligen Softwareaktualisierungen für insgesamt rund 6,3 Millionen ältere Dieselautos. Diese Updates sollen den Ausstoß der Fahrzeuge von gesundheitsschädlichen Stickoxiden auf der Straße reduzieren und könnten so dazu beitragen, die Stickoxidbelastung in von Fahrverboten bedrohten Städten zu senken.

          Henning Peitsmeier

          Wirtschaftskorrespondent in München.

          Bisher dürften schätzungsweise rund 3 Millionen alte Selbstzünder nachgerüstet sein. Im Sommer lagen nach Angaben des Verbandes der Automobilindustrie für weitere 1,3 Millionen Fahrzeuge Anträge vor, die das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) damals noch genehmigen musste. Unklar ist, wie der Stand der Abarbeitung der Softwareaktualisierungen ist. Es handele sich um einen fortlaufenden Prozess, heißt es beim Bundesamt lediglich. Das für die Behörde zuständige Bundesverkehrsministerium konnte auf Anfrage dieser Zeitung den aktuellen Stand bisher nicht beziffern.

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