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FAZ Plus Artikel Batteriezellenfertigung : Wolfsburger Forderungen

  • -Aktualisiert am

VW-Chef Herbert Diess am Dienstag während der Volkswagen-Hauptversammlung in Berlin Bild: dpa

Volkswagen will nun doch in Deutschland Batteriezellen herstellen – und dafür eine Millionen Euro investieren, welche die Politik mittragen soll. Das wirft die Frage auf: Konzern oder Regierung, wer hat hier wen erpresst?

          Ist das schon Erpressung oder nur die übliche Forderung eines Unternehmens in Richtung Politik? Auch Volkswagen hat sich nun nach langem Überlegen dazu durchgerungen, in Deutschland eine Batteriezellenfertigung aufzubauen. Eine Milliarde Euro will der Konzern dafür in den Standort Salzgitter investieren. Doch diesen finanziellen Kraftakt wollen die Verantwortlichen nicht alleine stemmen. Selbstbewusst knüpfen sie die Investition an ein Entgegenkommen der Politik. Zum einen möchte Volkswagen Fördermittel von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), der eine Milliarde Euro für europäische Batteriezellenprojekte bereitgestellt hat. Zudem will der Konzern von den Kosten der Energiewende befreit werden, den Strom für seine Batterieproduktion künftig ohne die teure EEG-Umlage einkaufen.

          Aus Sicht der VW-Aktionäre ist diese Anspruchshaltung durchaus verständlich. Der Unternehmensführung ist bewusst, wie sehr sich die Bundesregierung um die Zukunft der deutschen Autoindustrie und die vielen gut bezahlten Industriearbeitsplätze sorgt, die an dieser deutschen Schlüsselbranche hängen. Nie war die Gelegenheit so günstig, für die Umstellung weg vom Verbrennungs- hin zum Elektromotor finanzielle Unterstützung aus Berlin zu erhalten. Auch, weil die unausgesprochene Drohung im Raum steht, dass die Fabriken für Batteriezellen sonst eben in anderen europäischen Ländern entstehen, die ebenfalls mit Fördermitteln locken und mit günstigeren Arbeitskräften und Energiekosten noch dazu.

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          Julia Löhr

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

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