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Fernverkehr : Bahn schickt zu Weihnachten viel mehr Züge aufs Gleis

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Ein ICE fährt über die älteste noch in Betrieb befindliche Eisenbahnbrücke Deutschlands bei Wurzen in Sachsen. Bild: Jan Woitas/dpa

Sogar im Vergleich zu Vor-Corona-Zeiten will die Bahn mit dem neuen Fahrplan deutlich mehr Verbindungen anbieten. Nachholbedarf gibt es für den Konzern offenbar in Sachen Fotovoltaik – darauf macht die FDP aufmerksam.

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          Rund um die Feiertage sollen in Deutschland viel mehr Züge fahren als bislang. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer kündigte eine deutliche Ausweitung des Bahnverkehrs an. „Im Weihnachtsfernverkehr 2021 bietet die Bahn 510.000 Sitzplätze pro Tag und damit 50.000 Plätze mehr als im Vorjahr“, sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Darüber hinaus plant die Bahn für die Tage des Weihnachtsverkehrs sogenannte Verstärkerzüge einzusetzen. Dies führe nochmal zu „mehreren tausend Sitzplätzen pro Tag“, kündigte Scheuer an.

          Ab dem Fahrplanwechsel am 12. Dezember steige das Angebot der Bahn um elf Prozent, heißt es. Die Bahn richtet etwa neue Verbindungen mit dem ICE-Sprinter (Schnellzug, der kaum hält) zwischen Nordrhein-Westfalen und Berlin sowie zwischen München und Nordrhein-Westfalen ein. Außerdem soll eine neue IC-Linie zwischen Frankfurt am Main und Münster beziehungsweise Dortmund entstehen.

          Das Bahn-Angebot wächst nicht nur im Vergleich zum ersten Corona-Winter, sondern auch zur Vor-Corona-Zeit. Laut Verkehrsministerium werden im Dezember 2021 rund 63.000 Sitzplätze pro Tag mehr angeboten als im Dezember 2019.

          Forderung nach mehr Solar auf Bahn-Dächern

          Der FDP ist die Anzahl der Fotovoltaikanlagen zur Stromerzeugung auf Bahnhofsdächern der Bahn zu gering. „Während Deutschland über eine Solarpflicht für Eigenheimbesitzer diskutiert, ignoriert die Deutsche Bahn AG den Ausbau von Solarenergie bei eigenen Immobilien bisher fast vollständig“, sagte Torsten Herbst, Teil des Koalitions-Verhandlungsteams der FDP für den Bereich Wirtschaft, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Das ist nicht nur eine vertane Chance, es widerspricht auch dem sorgfältig gepflegten grünen Image der Bahn.“

          Der Konzern könne selbst einen weitaus größeren Beitrag zu mehr erneuerbaren Energien leisten, indem er den Bau von Solardächern massiv vorantreibe. Auf drei Bahnhofsdächern betreibt der Staatskonzern eigene Solaranlagen, an elf weiteren Standorten hat die DB Dachflächen für die grüne Stromgewinnung verpachtet. Die DB prüfe nach Angaben des RND derzeit, ob weitere Flächen auf Bahnhofsgebäuden oder Bahnanlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien geeignet sind.

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