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Autozulieferer : Continental rutscht in die roten Zahlen

  • Aktualisiert am

Reifen von Continental Bild: dpa

Der Dax-Konzern muss 2,5 Milliarden Euro abschreiben und wird in diesem Jahr wohl in die Verlustzone rutschen. Das Unternehmen benennt dafür auch einen klaren Grund.

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          Der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental wird in diesem Jahr wegen einer milliardenschweren Sonderbelastung voraussichtlich in die Verlustzone schlittern. Im dritten Quartal verbucht Conti Wertminderungen von rund 2,5 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern am Dienstag in Hannover mitteilte. Diese seien in der Annahme begründet, dass sich die derzeitige Weltproduktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in den kommenden fünf Jahren „nicht wesentlich verbessern“ werde. Der größte Teil der Wertberichtigungen entfällt auf das Geschäft mit der Innenausstattung von Autos

          Außerdem seien Rückstellungen für den vor kurzem vorgestellten Konzernumbau in Höhe von 97 Millionen Euro angefallen. Die Belastungen würden im dritten Quartal und im Gesamtjahr beim auf die Anteilseigner entfallenden Konzernergebnis zu einem Verlust führen. Es seien jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf den Dividendenvorschlag für das laufende Jahr zu erwarten.

          Continental kündigte zugleich an, seine Antriebssparte als Ganzes abspalten und an die Börse bringen zu wollen. Ein möglicher Teilbörsengang ist nach einem Beschluss des Vorstands nun keine Option mehr, wie das Unternehmen mitteilte. Der Plan eines sogenannten Spin-offs mit Börsennotierung soll am 30. April 2020 der Hauptversammlung vorgelegt werden. Der Aufsichtsrat muss ebenfalls noch zustimmen.

          Seit längerem prüft der Konzern, wie er mit der Vitesco genannten Sparte verfahren will, zuletzt hatte Conti im September auf die kaum vorhersehbaren Bedingungen für einen Teilbörsengang im kommenden Jahr verwiesen. Der Aktienkurs reagierte zunächst positiv und war mit einem Plus von 3 Prozent der beste Wert im Dax.

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