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Streitgespräch : „Eine Wiederholung der Abwrackprämie darf es nicht geben“

VW-Vorstandschef Herbert Diess (links) und Grünen-Veteran Cem Özdemir Bild: Picture Alliance (2), Collage

Soll der Staat die Wirtschaft ankurbeln, indem er die Autobranche stützt? VW-Chef Herbert Diess und der Grüne Cem Özdemir befürworten beide eine Kaufprämie. Danach hört die Einigkeit aber auch schon auf.

          10 Min.

          Der Corona-Lockdown ist noch gar nicht aufgehoben, da streiten Politiker und Wirtschaftsvertreter schon um Konjunkturhilfen für die Zeit danach. Am höchsten schlagen die Emotionen bei einem Thema, das die deutsche Leitbranche schlechthin betrifft: Soll es, wie 2009 nach der Finanzkrise, wieder eine Kaufprämie für Autos geben – obwohl die Hersteller zuletzt jahrelang gut verdient haben? Und was wären die Bedingungen dafür? Am Dienstag ringen Vertreter der Branche mit der Kanzlerin um diese Fragen. Wir nehmen den Autogipfel schon vorweg: Im Streitgespräch diskutiert der Grünen-Politiker Cem Özdemir, Vorsitzender des Verkehrsausschusses im Bundestag, mit VW-Chef Herbert Diess. Zuerst erklärt Özdemir, warum die Grünen solche Konjunkturhilfen nicht grundsätzlich ablehnen.

          Ralph Bollmann

          Korrespondent für Wirtschaftspolitik und stellvertretender Leiter Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Georg Meck

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Cem Özdemir: Die Krise sprengt schon jetzt die Dimension der Finanzkrise, da brauchen wir einen Schulterschluss im Land, eine gemeinsame Kraftanstrengung. Es ist auch für Grüne keine gute Nachricht, wenn Flugzeuge am Boden parken und die Bänder in der Autoindustrie stillstehen. Wir brauchen einen starken Wirtschaftsstandort Deutschland – auch wenn es manchen wundern mag, wenn wir das als Grüne sagen.

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