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Automesse : Die IAA will zu den Menschen kommen

Weniger Leistungsschau, mehr Dialog mit den Kunden: Die IAA soll künftig ganz anders werden. Bild: Lucas Bäuml

Im Jahr 2019 war die Messe kein großer Erfolg. Erstmals gab es umfangreiche Proteste von Klimaschützern, viele Besucher der vorherigen Ausgabe blieben den Frankfurter Messehallen fern. Nun ändern die Autohersteller das Konzept.

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          Nach der letzten Auflage der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt stand für den Ausrichter, den Verband der Automobilindustrie (VDA), eines fest: So wie im September dieses Jahres kann es mit der traditionsreichen Fahrzeugschau nicht mehr weitergehen. Schließlich hatten die Messe im Vergleich zum Jahr 2017 rund 250.000 Menschen weniger besucht.

          Zudem fehlten zahlreiche Hersteller in den Frankfurter Ausstellungshallen. Auch deshalb kündigte der VDA noch während der IAA an, deren Konzept überarbeiten zu wollen. Am Freitag hat die Lobbyvereinigung der deutschen Autohersteller und Zulieferer nun Details vorgestellt, wie sie sich die Messe künftig vorstellt.

          Demnach soll zwar weiter das Auto im Mittelpunkt stehen. Gleichzeitig soll die Messe noch mehr als bisher Konferenzelemente bieten. Die größte Veränderung liegt jedoch darin, dass sie sich nicht mehr auf ein abgegrenztes Veranstaltungsgelände beschränken will. „Die IAA wird keine reine Autoshow mehr sein, sondern eine Mobilitätsplattform. Sie wird auch raus aus den Messehallen und in die Städte gehen“, ließ sich VDA-Präsident Bernhard Mattes in einer Mitteilung zitieren.

          „Sie wird direkt zu den Menschen kommen, die außerhalb von Messehallen und -gelände neueste Fahrzeuge, neueste Technologie und Mobilitätskonzepte erleben und ausprobieren können“, sagte er. Zudem sieht das Konzept vor, die Verbindung des Autos mit anderen Verkehrsträgern zu suchen und darüber zu diskutieren, wie Verkehr künftig gestaltet werden soll.

          Neben Fahrzeugpräsentationen und Diskussionsveranstaltungen auf dem Messegelände selbst treten dem VDA zufolge zwei weitere Säulen. Zum einen sollen auf Flächen in der Stadt „Teststrecken für Probefahrten oder Parcours auf abgesperrten Straßen und Arealen entstehen“, heißt es in der Mitteilung. Dort will der Verband zum Beispiel automatisiert fahrende Fahrzeuge mit alternativen Antrieben präsentieren und in Praxistests erlebbar machen.

          In welcher Stadt die neuartige IAA im Jahr 2021 gastiert, ist allerdings weiter offen. Nach Angaben des VDA interessieren sich Berlin, München, Köln, Hamburg, Stuttgart sowie der bisherige Standort Frankfurt dafür. Diesen Städten seien die nötigen Bewerbungsunterlagen einschließlich eines Anforderungskatalogs zugegangen, sagt der Verband. Gleichzeitig sei der VDA aber weiter offen für Kommunen, die sich an dem laufenden Bewerbungsverfahren beteiligen wollen.

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