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Abgasstandards : Autohersteller unterstützen Trump im Streit mit Kalifornien

  • Aktualisiert am

Trump mit der GM-Chefin Mary Barra Bild: EPA

Kalifornien will seine Umweltstandards für Autos verschärfen. Trump gefällt das nicht. Jetzt erhält er Rückendeckung von einigen Autoherstellern.

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          Die drei Autokonzerne General Motors (GM), Fiat Chrysler und Toyota unterstützen Amerikas Präsident Donald Trump in seinem Vorgehen gegen die geplante Verschärfung der Emissionsstandards im Bundesstaat Kalifornien. „Wir haben die Pflicht einzuschreiten“, sagte ein Sprecher der Autokonzerne, die sich zu einem Bündnis zusammengeschlossen haben. Anderenfalls drohten „sich überschneidende und widersprüchliche Standards, die die Kosten erhöhen und die Kunden bestrafen“.

          Die kalifornischen Behörden hatten im Juli mit den Autoherstellern BMW, Volkswagen, Ford und Honda vereinbart, dass sie freiwillig deutlich striktere Emissionsauflagen einhalten wollen als von der Trump-Regierung geplant. Trump kündigte Mitte September während eines Besuchs in Kalifornien an, dass er dem Bundesstaat die Genehmigung entziehen werde, seine eigenen Standards festzulegen.

          Trump will Umweltnormen einfrieren

          Der Präsident argumentierte, so würden „deutlich sicherere“ und „viel weniger teure“ Autos gebaut. Wenn es künftig sehr geringe Unterschiede zwischen den kalifornischen und landesweiten Emissionsstandards gebe, werde dies die Autoproduktion ankurbeln und viele neue Arbeitsplätze schaffen. Trump verkündete die Maßnahme fünf Tage vor dem UN-Klimagipfel in New York. Kalifornien, unterstützt von mehr als 20 weiteren Bundesstaaten, reichte Klage ein.

          Die Trump-Regierung will die Umweltnormen für Pkw und leichte Lkw bis zum Jahr 2026 auf dem von der früheren Regierung von Präsident Barack Obama vorgesehenen Standard für das Jahr 2020 einfrieren. Dieser Standard besagt, dass neue Modelle nicht mehr als etwa 6,3 Liter Sprit je 100 Kilometer verbrauchen dürfen. Laut den Plänen aus der Obama-Zeit soll die Vorgabe bis 2025 auf etwa 4,3 Liter sinken.

          Die Vereinbarung der Autohersteller mit den kalifornischen Behörden sieht nur eine leichte Auflockerung des Regelwerks der Obama-Regierung vor: Die Periode bis zum Erreichen der 4,3-Liter-Norm soll demnach um ein Jahr bis 2026 verlängert werden.

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