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Dieselskandal : Audis Gewinn sinkt drastisch

  • Aktualisiert am

Audi hat im dritten Quartal 458.000 Autos verkauft. Bild: EPA

Das im Dieselskandal verhängte Bußgeld und weniger verkaufte Autos machen dem Ingolstädter Autobauer zu schaffen. Vorstandschef Schot spricht von einer „enormen Herausforderung für Audi“.

          Audi hat im dritten Quartal nur noch einen Betriebsgewinn von 110 Millionen Euro eingefahren – ein Rückgang um mehr als eine Milliarde Euro. Vor allem das von der Münchner Staatsanwaltschaft im Dieselskandal verhängte Bußgeld von 800 Millionen Euro habe die Zwischenbilanz verhagelt, teilte der Ingolstädter Autobauer am Mittwoch mit. Dazu kamen hohe Kosten für neue Modelle, den Umbau der Werke für Elektroautos und stark gesunkene Verkaufszahlen. Diese gingen zuletzt zurück, weil sich die Zulassung von neuen Fahrzeugen nach dem neuen Messverfahren für Autoabgase verzögerte. „Die aktuelle Situation ist eine enorme Herausforderung für Audi“, sagte der kommissarische Vorstandschef Bram Schot.

          Die Verkaufszahlen von Audi sanken im dritten Quartal dieses Jahres um drei Prozent auf 458.000 Autos, der Umsatz fiel von 14 Milliarden auf 13,1 Milliarden Euro und der Betriebsgewinn von 1,26 Milliarden auf 110 Millionen Euro. Allerdings rechnet Audi sein Ergebnis aus dem China-Geschäft in einer Größenordnung von etwa 200 Millionen Euro nicht wie Mercedes zum Betriebsgewinn, sondern zum Finanzergebnis – das erschwert direkte Vergleiche.

          Für das Gesamtjahr erwartet der Vorstand Verkäufe fast auf Vorjahresniveau und einen etwas höheren Umsatz, aber einen Betriebsgewinn „deutlich unter Vorjahr“. Audi hat den großen SUV Q8 und den A6 auf den Markt gebracht, Q3 und A1 folgen bis Jahresende.

          Der ehemalige Audi-Chef Rupert Stadler ist nach vier Monaten in Untersuchungshaft seit dieser Woche wieder auf freiem Fuß. Das Oberlandesgericht München setzte nach Angaben vom Dienstag den Haftbefehl gegen Auflagen außer Vollzug. Der Betrugsverdacht im Zusammenhang mit der Abgasaffäre bestehe aber weiter.

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