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Abgasskandal : Audi räumt Nutzung verbotener Software in Amerika ein

  • Aktualisiert am

Auch im Zeichen der Ringe wurde verbotene Software in Autos eingebaut Bild: dpa

Nachdem bereits ein Aufsichtsrat gegenüber der F.A.S. den Einbau von Schummel-Software eingeräumt hatte, gesteht Audi die Nutzung nun auch offiziell ein. Von Manipulation will der Autohersteller aber nicht sprechen.

          Der Autohersteller Audi hat die Installation einer Software zugegeben, die in den Vereinigten Staaten als illegales Schummelprogramm gilt. Die Tochtergesellschaft des Volkswagen-Konzerns teilte am Montagabend mit, den amerikanischen Behörden bei der Zulassung von 3-Liter-Diesel-Autos drei Softwareprogramme nicht offengelegt zu haben. Eines davon werde nach geltender Gesetzgebung als „Defeat Device“ betrachtet, das als verbotenes Programme zur Manipulation von Abgas-Messwerten bei Emissionstests gilt.

          Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung hatte zuvor berichtet, dass Audi vergangene Woche in Gesprächen mit der amerikanischen Umweltbehörde EPA den Einsatz von Schummel-Software eingestanden hat, die nicht konform mit den amerikanischen Gesetzen ist. Demnach sind 100.000 Autos des Konzerns betroffen, die mit dem 3-Liter-Turbodiesel ausgestattet wurden. Der Großteil davon wurde im Audi Q7 und im A8 verbaut, der Rest im Porsche Cayenne und im VW Touareg, jeweils in den Baujahren 2009 bis 2014.

          Nun teilte das Unternehmen mit, dass eine aktualisierte Software aufgespielt werde, sobald die Behörden diese freigeben. Betroffen seien die drei Marken Audi, Porsche und Volkswagen. Audi schätzt den Aufwand dafür auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag. Ein Audi-Sprecher sagte, dass dies keine Manipulations-Software sei: „Dann müsste das System auf dem Prüfstand anders agieren als auf der Straße – das ist aber nicht der Fall. Das Fahrzeug erkennt nicht, wenn es auf dem Prüfstand steht.“ Fest steht, dass der Konzern das Programm nicht vorschriftsgemäß gemeldet hat.

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