https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/auto-verkehr/audi-chef-bram-schot-so-spart-das-unternehmen-gegen-die-krise-16445657.html

F.A.Z. Exklusiv : So spart Audi gegen die Krise

Bram Schot Bild: Tobias Schmitt

Rund 15 Milliarden Euro sollen in den kommenden Jahren eingespart werden. Die Werke in Ingolstadt und Neckarsulm wird es wohl besonders hart treffen. Audi-Chef Schot sagt, er habe aber klare Vorstellungen, wie die Beschäftigung gesichert werden kann.

          4 Min.

          Erst seit Jahresanfang ist Bram Schot offiziell neuer Vorstandsvorsitzender von Audi. Doch auf die Schwierigkeiten, in denen die Volkswagen-Tochtergesellschaft nicht erst seit dem abrupten Abgang von Schots Vorgänger Rupert Stadler wegen dessen mutmaßlicher Verstrickungen in den Dieselskandal steckt, hat der Neue rasch reagiert. „Konsequent Audi“ heißt sein Plan, mit dem der Premiumhersteller nach der autokratischen Stadler-Ära aus der Krise fahren soll. Schot stellt in dieser Frage das „Wir“ in den Vordergrund. „Die Strategie ,Konsequent Audi‘ ist nicht eine Strategie des Vorstands, sondern die Strategie des gesamten Unternehmens“, sagte Schot im Gespräch mit der F.A.Z.

          Henning Peitsmeier
          Wirtschaftskorrespondent in München.
          Martin Gropp
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Vieles müsse bei Audi „konsequenter“ angegangen werden, sowohl die Orientierung an den Kundenwünschen wie auch die Hinwendung zur Elektromobilität. Der 58 Jahre alte Niederländer, über den es heißt, er werde im Frühjahr 2020 durch den ehemaligen BMW-Vorstand Markus Duesmann ersetzt, stellt jetzt die Weichen für die kommenden Jahre. „Konsequent sparen“ ist ebenso Teil seines neuen Audi-Kurses, der wohl die beiden heimischen Fabriken in Ingolstadt und Neckarsulm härter treffen wird als die Produktionsstätten im Ausland. „Wir haben klare Vorstellungen, wie wir die Beschäftigung in Ingolstadt und in Neckarsulm sichern und stehen dazu im konstruktiven Austausch mit den Arbeitnehmervertretern. Es ist zu früh, jetzt schon darüber zu reden“, sagte Schot, der im übrigen noch einen zweiten Vertrag im VW-Konzern hat.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am 8. Februar auf der Regierungsbank im Bundestag, links neben ihm Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne)

          Flüchtlingskrise : Weiß es auch der Kanzler nicht?

          Vor dem EU-Gipfel zur Migrationspolitik hätte eine Regierungserklärung wenigstens andeuten müssen, wie Olaf Scholz die Schwierigkeiten bewältigen will, die sich seit Monaten aufgestaut haben. Dazu war nichts zu hören.
          Die gefälschten Titelblätter der Satire-Zeitschriften.

          Russland fälscht Satireblätter : Das ist keine Satire, das ist dumpfe Propaganda

          Die russische Propaganda tobt sich auf einem neuen Feld aus. Sie fälscht Titel von Satireblättern wie „Charlie Hebdo“, „Mad“ und „Titanic“. Die Botschaft lautet: Die Ukrainer seien Nazis und die Europäer hätten die Ukraine-Hilfe satt. Ein Gastbeitrag.