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Diesel-Affäre : Audi beginnt am Mittwoch mit Rückruf von Diesel-Modellen

  • Aktualisiert am

Mehr als 150.000 Autos werden von der Rückrufaktion insgesamt betroffen sein. Bild: Reuters

Mehr als 30.000 Diesel-Fahrzeuge ruft Audi auf einen Schlag zurück. Die Autos sollen ein Update für die Motorsteuerung bekommen. Nur bei dieser ersten Rückruf-Welle soll es nicht bleiben.

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          Der Autobauer Audi ruft im Dieselskandal in einer ersten Rückrufwelle ab Mittwoch 31.200 Fahrzeuge in die Werkstätten zurück. Die betroffenen Halter sollen für ihr Fahrzeug ein Update bekommen, das einen „Software-Baustein aus der Motorsteuerung entfernt“, wie Audi am Montag mitteilte. Damit werde der erste von insgesamt acht Rückrufen für Autos mit Diesel-Motoren gestartet, erklärte der Autobauer. Insgesamt sind bundesweit rund 151.000 Autos der Mittel- und Oberklasse betroffen.

          Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hatte im Juni mitgeteilt, dass bei Diesel-Modellen von Audi „unzulässige Abschalteinrichtungen“ festgestellt worden seien. Die Behörde leitete einen verpflichtenden Rückruf ein und wies den Autobauer an, die Abschalteinrichtungen zu entfernen - nach der Freigabe der dafür erforderlichen Maßnahmen durch die Behörde.

          Update soll kostenfrei sein

          Diese Freigabe wurde dem Autobauer zufolge nun erteilt. „Nach den detaillierten technischen Analysen können wir nun konkrete Lösungen anbieten, um die technischen Vorgaben des KBA vollumfänglich zu erfüllen“, erklärte Bernd Martens, Audi-Vorstand für Beschaffung und IT sowie Leiter der internen Taskforce zur Aufarbeitung der Dieselkrise bei der Volkswagen-Tochter. „So werden wir das Vertrauen unserer Kunden stärken“, erklärte Martens. Die Dieselkrise solle „konsequent und lückenlos“ aufgearbeitet werden.

          Audi zufolge werden für die erste Welle ab Mittwoch bundesweit die Modelle Audi A6 und Audi A7 Sportback in die Werkstätten gerufen. Konkret handelt es sich dabei um 31.200 Fahrzeuge aus den Modelljahren 2015 bis 2018, die von einem 3.0 TDI-Motor mit einer Leistung von 200 kW angetrieben werden.

          Die Entfernung des Software-Bausteins aus der Motorsteuerung sei für die Kunden kostenfrei und werde sich weder auf Kraftstoffverbrauch, CO2-Emissionswerte und Motorleistung noch auf Geräuschemissionen oder die Haltbarkeit des Motors auswirken, versicherte das Unternehmen. Da die Software-Aktualisierung verpflichtend sei, würden alle betroffenen Fahrzeughalter von Audi kontaktiert und aufgefordert, sich mit ihrer Werkstatt oder ihrem Händler in Verbindung zu setzen.

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