https://www.faz.net/-gqe-90xcj

Diesel-Tests : ADAC: Renault fünfmal schmutziger als BMW

  • Aktualisiert am

Entscheidend ist, was hinten rauskommt: Ein Messschlauch eines Gerätes zur Abgasuntersuchung für Dieselmotoren steckt im Auspuffrohr. Bild: dpa

In der Diesel-Affäre stehen in Deutschland vor allem die Autokonzerne VW und Daimler am Pranger. Nun aber berichtet der ADAC: Ausländische Hersteller stoßen noch viel mehr Stickoxid aus.

          1 Min.

          Der ADAC hat insbesondere bei ausländischen Autobauern erhebliche Stickoxid-Probleme festgestellt. Wie die „Bild am Sonntag“ berichtet, versagten in einem Test von 188 Modellen von zwölf Herstellen zahlreiche Abgasreinigungen.

          In dem Test wurden die Stickoxid-Emissionen (NOX) von modernen Euro-6-Dieseln im realen Straßenbetrieb gemessen. Diese fortschrittlichsten Dieselmotoren werden seit 2013 von den Herstellern angeboten. Der ADAC ermittelte daraus einen Stickoxid-Flottenmix. Den Angaben zufolge fiel das Ergebnis eindeutig aus: Die Auto-Importeure verstießen besonders deutlich gegen die Stickoxid-Vorgaben.

          BMW schneidet am besten ab

          Beispielsweise hätten die getesteten Fahrzeuge des Renault-Konzerns mit 684 Milligramm pro Kilometer im Durchschnitt fast fünfmal so viel Stickoxid emitiert wie die Modelle von BMW (141). Hohe Schadstoffausstöße seien auch bei Fiat-Chrysler (Fiat, Alfa Romeo, Jeep, 561 Milligramm) aufgetreten, bei Ford (488), der Hyundai-Gruppe (Hyundai, Kia, 421), Volvo (364) und dem PSA-Konzern (Peugeot, Citroen, 263). Demgegenüber hätten Opel (236), Mercedes (149), Volkswagen (146) und BMW im Flottenvergleich deutlich besser abgeschnitten.

          Moderne Diesel dürfen höchstens 80 Milligramm Stickoxid pro Kilometer ausstoßen. Anders als die großen deutschen Hersteller hatten es die Importeure beim nationalen Dieselforum Anfang August abgelehnt, ihre Dieselmodelle nachzubessern.

          Der stellvertretende ADAC-Präsident für Technik, Thomas Burkhardt, sagte der Zeitung: „Der Test zeigt, dass so gut wie alle Hersteller ein massives Emissions-Problem bei ihren Dieselfahrzeugen haben.“

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock steht nach ihrer Bestätigung bei der Bundesdelegiertenkonferenz ihrer Partei auf der Bühne.

          Mit 98,55 Prozent : Grüne küren Baerbock zur Kanzlerkandidatin

          Der Grünen-Parteitag hat Parteichefin Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin bestätigt. In einer einzigen Abstimmung unterstützten 678 von 688 Delegierten das Duo aus den beiden Parteichefs Baerbock und Robert Habeck als Wahlkampf-Team.
          „Hotspot Rhein-Main“: Koran-Verteilaktion 2014 auf der Zeil

          Frankfurter Ermittlungen : Die Analyse des Terrors

          Erst kamen die Rückkehrer, dann die IS-Frauen. Rhein-Main ist laut den Staatsanwälten ein Hotspot für Gefährder. Wie die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft gegen mutmaßliche Islamisten ermittelt.
          Bei Immobiliengeschenken heißt es: Steuerfragen umfassend prüfen.

          Der Steuertipp : Die Nießbrauch-Falle

          Der Nießbrauch wird bei Immobilienschenkungen gern gewählt, um das Nutzungsrecht zu behalten. Dabei sollte man nie die Einkommensteuer übersehen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.